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Arved Fuchs, ein extremer Typ
boot daily Montag: 19. Januar 2009
Arved Fuchs, ein extremer Typ
19.01.2009
Abenteurer Arved Fuchs erzählt.
Das ist wahre Liebe: Wenn Arved Fuchs von seiner Dagmar erzählt, leuchten seine Augen noch immer. Obwohl die Lady ziemlich kostspielig ist. Dagmar, genauer Dagmar Aaen, ist ein alter Haikutter, Baujahr 1931, den Fuchs 1989 gekauft und anschließend mit einer Menge Geld wieder hergerichtet hat. Im Classic Forum auf der boot hat der prominente Polarforscher von seinen Erlebnissen auf dem robusten Holzschiff erzählt – zahlreiche boot-Besucher hörten sich mit offenem Mund seine faszinierenden Abenteuergeschichten an und bestaunten dazu die teils spektakulären Fotos.
Fuchs, der mit Dagmar Aaen und seiner Crew hauptsächlich in Polarregionen unterwegs ist, betonte: „Ein gut gebauter Nordseekutter kann auf der ganzen Welt fahren. Bislang war es immer so, dass höchstens wir Menschen an unsere Grenzen gekommen sind. Aber nie das Schiff.“ Wenn Arved Fuchs von seinem Schiff spricht, merkt man seine Leidenschaft: „Dieses Schiff ist nicht einfach ein Vehikel wie ein Auto, es ist unser Lebensraum. Wir kümmern uns um das Schiff, und das Schiff kümmert sich um uns. Ein Geben und Nehmen.“ Der 55-Jährige schwärmte von Gletschern, Polarlichtern und unendlichen Landschaften, erzählte aber auch von Krisen, Unwettern und Lebensgefahr. „Ich habe den Umgang mit dem Eis jedoch von der Pike auf gelernt. Mittlerweile sind es jedoch immer mehr unerfahrene Yachtbesitzer, die sich mit ihren Schiffen in Gewässer wagen, für die sie und ihr Schiff nicht gemacht sind. Das ist ein unerträglicher Leichtsinn.“
Er selbst habe während seiner Expeditionen vor allen Dingen eines gelernt: „Demut und Geduld. Denn eines ist klar: Die Natur ist immer stärker.“ Teilweise bis auf minus 60 Grad sanken die Temperaturen während seiner Aufenthalte in den eisigen Regionen der Erde. „Ich mache das alles aber nicht, weil ich so gerne friere“, erzählte Fuchs lachend, „sondern wegen der großartigen Lichtverhältnisse und der wunderbaren Landschaften.“ Noch etwas anderes macht den Aufenthalt für ihn und seine Crew erträglich: "Drinnen, unter Deck, ist es selbst in solchen Fällen noch immer plus 18 Grad.“ Eine gute Frau hält eben warm.
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