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Ein Liebespaar erobert die Welt

boot daily Dienstag: 20. Januar 2009

Ein Liebespaar erobert die Welt

20.01.2009

Sönke und Judith Roever

Wie Abenteurer sehen Sönke und Judith Roever eigentlich nicht aus. Beide blond, beide schmal, er trägt Hemd und sie Brille und Pferdeschwanz. Trotzdem haben die beiden im Mai 2007 etwas wirklich Abenteuerliches gestartet: Damals, Judith und Sönke waren gerade verheiratet, sind sie mit dem Segelschiff „Hippopotamus“ (Nilpferd) in Richtung Neuseeland aufgebrochen. „Eigentlich wollten wir hinfliegen“, erinnert sich Sönke Roever, der schon als Kind mit dem Segeln angefangen hat. „Ganz normale Flitterwochen eben. Aber dann hatte Judith die Idee: ,Mensch, lass uns doch hinsegeln!‘.“ Dabei war die junge Frau, die erst durch ihren Mann und die Lektüre zahlreicher Bücher zum Segeln gekommen war, eigentlich immer gegen ein Abenteuer auf See. „Sönke wollte immer schon den Atlantik überqueren“, erzählt sie. „Ich habe gesagt: ,Okay, mach‘s. Aber ich nehme das Flugzeug!‘“ Mittlerweile genießt sie das Leben an Bord. „Zumindest, wenn das Wetter schön ist. Bei Unwetter ist es schon sehr unheimlich auf dem Meer.“ Anfangs stand die Tour unter keinem guten Stern. Bereits in Holland rutschte Judith aus und brach sich den Fuß. Mit einem Gehgips am Fuß und den mahnenden Worten der Ärzte im Ohr setzte sie den Törn jedoch fort. Tja, und dann trieb sie das Meer immer weiter. „In der Südsee, das Ziel kurz vor Augen, haben wir uns entschieden, noch weiterzusegeln als bis Neuseeland“, erzählt Sönke Roever. Zurzeit liegt „Hippopotamus“ in Wellington in Neuseeland. Für einen Zwischenstopp auf der boot ist das Paar nach Deutschland gekommen. „Aber unser Plan ist es, unsere Reise noch bis Sommer 2010 fortzusetzen.“ Malaysia, Thailand und Indonesien stehen beispielsweise noch aus. Über ihre bisherigen Erlebnisse könnten die beiden stundenlang erzählen: der Wal vor Bora Bora, den sie beinahe gerammt hätten, die etwa 80 Delfine, die ihr Schiff ein ganzes Stück begleitet haben, die romantischen Sonnenuntergänge, die sie stets gemeinsam an Deck genießen oder der Morgenkaffee während des Sonnenaufgangs, den ,Judith alleine zelebriert. „Es ist wunderschön“, schwärmt Judith, die nach der Reise in ihren Beruf als Apothekerin zurückkehren möchte. Sönke kann sich nur anschließen. „Ich habe schon jetzt mehr als 16.000 Bilder gemacht, weil sich mir einfach gigantische Motive bieten.“ Was er nach der Rückkehr beruflich machen will? Das sieht er völlig entspannt: „Da findet sich schon was. Zuerst schreibe ich mal ein Buch über die Reise.“
www.Hippopotamus.de

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