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Neues P1-Regelwerk seit der Saison 2009
UIM Powerboat P1 Worlds
Neues P1-Regelwerk seit der Saison 2009

Andy Hindley
Die Änderungen für die Powerboat P1 in der Saison 2009 bauen auf den erfolgreich eingeführten Regeln der Saison 2008 auf und umfassen kürzere Rennen, ein überarbeitetes Punktesystem, die Abschaffung der Möglichkeit verpasste Wendemarke zu wiederholen und überarbeitete Strafen für das Überschreiten des 85mph Limits in der SuperSport Kategorie. Andy Hindley, Event und Racing Director der Powerboat P1: “Wir haben die Regeln für 2009 weiter verbessert, ohne sie neu zu erfinden.“
Kürze Rennen sind zuschauer- und materialfreundlicher
Doppelweltmeister Angelo Tedeschi, Eigner und Throttleman der “Conam Yachts”, ist einer von einer Reihe Piloten die ihre Zustimmung für die minimalen Änderungen der Regeln für 2009 gegeben haben: “Die Regeln der Powerboat P1 haben sich seit 2004 von Jahr zu Jahr konstant weiterentwickelt und nun brauchen sie keine wirklich großen Änderungen mehr, denn sie sind nahezu perfekt,” sagte er. Die neuen, kürzeren Rennen wurden besonders von den Teams angenommen, die während der Rennwochenenden ihre Probleme mit der Zuverlässigkeit des Materials hatten. “Der Schritt zu etwas kürzeren Rennen ist OK und gut für die Zuschauer,” so Siegfried Greve vom deutschen Searex Offshore Team.

Neues Punktesystem soll für engeren Wettkampf sorgen
Punktesystem wird grundlegend geändert
Etwas radikaler ist das neue Punktesystem für die Saison 2009. Gab es bislang Punkte in den Abstufungen 100-80-60-50-40-30-20-10 bis zum achten Platz, so wird es 2009 in einer geänderten Abstufung von 100-90-81-73-66-60-55 usw. bis zum zwölften Platz noch Punkte geben. Die Diskussion darüber ist bei den Teams unterschiedlich. “Zwischen den ersten drei Plätzen gibt es keine großen Unterschiede. Das ermutigt einen dazu, mehr auf konstante Platzierungen zu setzen als immer nur auf Sieg,“ so James Sheppard, der amtierende Evolution Champion. „Die Rennstrategie wird dadurch anders ausfallen weil man sich auf eine Top-Drei Platzierung konzentrieren kann.“ Siegfried Greve und Angelo Tedeschi sind sich darüber einig, das 2009 die Zuverlässigkeit über den Champion entscheiden wird. „Alles wird sich nun auf einen engen Punktebereich konzentrieren,“ so Greve. „Je kleiner die Lücke, desto kleiner die Chance, in der Wertung höher zu kommen.“ Für Andy Hindley heißen die kürzeren Rennen und das engere Punktesystem schlichtweg einen heftiger umkämpften Wettbewerb. Mehr Boote beenden die Rennen und mehr Boote bekommen Punkte in einer schmaleren Bandbreite. Damit dürfte das Finale der 2009er Saison sehr eng werden.
Aufgeladene Motoren in der SuperSport
Eine der größten Veränderungen in der SuperSport Kategorie ist die Zulassung von aufgeladenen Motoren. Wie erwartet gibt es hier einigen Diskussionsbedarf darüber, ob das nicht zu größeren, stärken Booten ermutigt, die zu schnell das erlaubte Limit von 85mph erreichen. Wie auch immer, das 85mph Limit bleibt nach langen Diskussionen aus Sicherheitsgründen bestehen. Lediglich die Spanne, wie oft und wie lange das Limit überschritten werden darf, wurde geändert. So wird nun die straffreie Zeit für die Überschreitung auf zehn Sekunden erhöht und die Teams erhalten damit eine zusätzliche taktische Komponente beim Angriff auf die Konkurrenten. „Die kleine Verbesserung in Sachen Geschwindigkeit ist willkommen,“ so Angelo Tedeschi, der als Titelverteidiger die meiste Zeit an der Spitze des Feldes verbracht hat. „Die Zehn Sekunden Regel macht die Arbeit des Throttleman noch etwas schwieriger. Jeder wird versuchen, diese Sekunden für sich auszunutzen, um auf Geschwindigkeit zu kommen, besonders bei flachen Bedingungen.“
Strafzeiten für verpasste Bojen
Eine weitere Änderung betrifft die Wiederholung von verpassten Wendemarken, was nun sowohl in der SuperSport als auch in der Evolution Kategorie verboten sein wird. Anstatt dessen bekommt ein Team für das Auslassen einer Marke eine Strafzeit von drei Minuten. “Es ist nicht schön, wenn man eine verpasste Wendemarke nicht wiederholen kann,“ erklärte James Sheppard, der für seine engen Kurven bekannt ist. „Die Piloten werden nun die Marken in einem schönen Sicherheitsabstand angehen und nichts mehr riskieren.“ Es gibt also noch reichlich Diskussions- und Entscheidungsbedarf bei den Strategien, bevor es Ende März in Bahrain in die siebte, sicherlich wieder packende Saison der Powerboat P1 Weltmeisterschaft geht.
Quelle: world-of-powerboat.de
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