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Wassersportrevier Flensburger Förde </02.02>
Nord- & Ostsee
Wassersportrevier Flensburger Förde

Leuchtturm Kalkgrund
Ein Kleinod für Segler zwischen Deutschland und Dänemark
Wer sich der Flensburger Förde von See her nähert, findet die östliche Begrenzung in einer gedachten Linie zwischen den Leuchttürmen von Falshöft auf deutscher Seite und Kegnæs in Dänemark. Allerdings ist der genaue Grenzverlauf für Wassersportler kaum sichtbar; Markierungstonnen gibt es hier nicht. Zunächst hält man Kurs auf den Leuchtturm Kalkgrund, der mitten im Wasser stehend vor einer südlichen Passage in die Förde warnt. "Vor allem bei Westwind", erklärt Atze Lehmann, seit über zwanzig Jahren Leiter der renomierten Hanseatischen Yachtschule (HYS), "sollte es niemand wagen, den Turm südlich zu umschiffen. Da wird es gefährlich flach."

Dänemark oder Deutschland?
Westlich von Kalkgrund steht der Segler vor der Qual der Wahl: soll er nun die gemütliche dänische Küste oder lieber einen der hübschen kleinen Häfen auf der deutschen Seite anlaufen? Im Zweifel wird der Wind entscheiden, denn bei starkem Westwind heißt es mit einem Boot mittlerer Größe noch mindestens fünf Stunden die gesamte Förde bis Flensburg aufzukreuzen. "Und die See kann hier draußen ziemlich ruppig werden", weiß Atze Lehmann zu berichten. Bei starkem Wind bieten die Häfen von Wackerballig und der Yachtclub Gelting-Mole Schutz und Geborgenheit auf der deutschen Seite. Wen es eher über die Grenze nach Dänemark zieht, der kann die Geltinger Bucht links liegen lassen und den Kurs auf das idyllische Sønderborg abstecken. Die hübsche Kleinstadt mit 30.000 Einwohnern lohnt den Besuch allemal.
Die Bucht von Høruphav
Wirklich "hyggelig" - man sagt, dieser dänische Begriff von Gemütlichkeit, Behaglichkeit und lauschiger Wärme sei nicht wirklich ins Deutsche zu übersetzen - ist die Bucht Hørup Hav, südöstlich des hübschen Segelhafens Høruphav Bådelaug. Vom Mittelfahrwasser der Flensburger Außenförde westwärts geht es vorbei an Kragesand, jener Steilküste der dänischen Halbinsel Skelde, die wegen der am Obersaum des Kliffs stehenden Bäume seit jeher scherzhaft "Stalins Bürste" genannt wird.
Die Flensburger Innenförde
Auf deutscher Seite werden die Yachthäfen von Langballigau und der Schwimmhafen des Förde Yachtclub Bockholmwik (FYCB) passiert, ehe der Kurs durch die Holnisenge in die Flensburger Innenförde führt. "Marina Minde" - ein großzügiger Hafen mit allem Komfort - bietet auch in der Saison zumeist genügend Gastplätze. Der weitere Weg in die Innenförde führt durch die "Pappelallee", ein teilweise recht enges Fahrwasser, dessen Tonnenstrich unbedingt eingehalten werden sollte. Vor allem mit der "bösen Schwiegermutter" (Tonne 6) ist nicht zu scherzen; wer sie landseitig rundet, sitz schnell "auf Schiet oder trifft die Rockys" (große Steine am Holnis-Haken).
"Binnensee mit Meerzugang"
Liegt das Holnis-Kliff querab, so ist die herrliche Innenförde erreicht, die Atze Lehmann als "Binnensee mit Meerzugang" beschreibt. Die Häfen in Schausende (Club Nautic) und in Glücksburg-Quellental (Flensburger Segelclub und HYS) sowie die Gemeinschaftsanlage der beiden Vereine Flensborg Yachtclub und Seglervereinigung reihen sich auf dem weiteren Weg in den Flensburger Hafen perlenschnurartig aneinander. Der Gastsegler findet in allen Häfen kuschelige Liegeplätze und adäquaten Komfort. Auf der dänischen Seite gibt es im Innenfördebereich keinen Hafen mehr, dafür aber die wunderschöne Inselidylle der "Okseøer" (Ochseninsel). Hier, wie entlang beider Fördeufer, finden sich herrliche Ankerplätze, die zum Verweilen einladen.
Flensburg
Flensburg, die nördlichste Stadt Deutschlands, bietet vor allem mit dem Gastseglerhafen mitten im Zentrum eine einmalige, unverwechselbare Infrastruktur. Von hier aus läßt sich die Altstadt bequem zu Fuß erkunden. Bummeln Sie durch die alten Höfe, genießen Sie das Flair vergangener Zeiten und lassen Sie sich zum Einkaufen in kleinen, individuellen Geschäften verführen ...

Flensburger Rum-Regatta 2000
Segelhighlights in der Region Flensburger Förde
Mehr als 200 klassische Motor- und Segelyachten bringen alljährlich den Glanz der 20er und 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts nach Norddeutschland. Aber das inzwischen traditionsreiche Treffen ist nicht nur ein Augenschmaus, sondern ganz nebenbei auch noch die Europameisterschaft der 12m R-Yachten. Die Veranstaltung endet traditionell mit einem Mitternachtsfeuerwerk nach der Preisverleihung.

Freizeittipps, Ausflugsziele & Sehenswürdigkeiten in der Region
Die Stadt Flensburg
Flensburg ist eine typische Fördestadt mit 85.000 Einwohnern, die auf eine 800-jährige Seefahrtsgeschichte zurückblickt. Sie ist wirtschaftlich und kulturell eng mit Dänemark verbunden. Besucher wandeln auf den Spuren der Kapitäne und Kaufleute durch alte Speicher und stille Höfe, die von Handel und Schifffahrt Zeugnis ablegen und doch dank behutsamer Stadtentwicklung von modernem Leben erfüllt sind. Flensburg bildet die Nahtstelle zwischen Skandinavien und Mitteleuropa, was sich in der überall präsenten Kultur der dänischen Minderheit in der Stadt widerspiegelt.
Sportangeln an der Förde
Die Flensburger Förde ist das perfekte Urlaubsziel für Sportangler. In Abständen von nur wenigen Kilometern laden die Gewässer dieser abwechlungsreichen Landschaft zu erlebnissen ein, die jedes Anglerherz höher schlagen lassen - Hechte, Aale, Karpfen, Zander, Hornhechte, Meeresforellen, Bachforellen, Äschen, Moränen, Dorsche und Plattfische; jeden Tag wartet ein neues Abenteuer. Die Erlöse aus dem Verkauf der Angelkarten werden zielgerichtet zur Sicherung des Fischbestandes und zum Schutz der Umwelt eingesetzt.

Die Mühle "Charlotte" in der
Geltinger Birk
Die Geltinger Birk
Zu den schönsten Naturerlebnissen in Ostangeln gehört eine Wanderung um die Geltinger Birk. Die ruhige Geltinger Bucht, die Küste der offenen Ostsee und das grüne Naturschutzgebiet Geltinger Birk bieten faszinierende Naturerlebnisse. Entstanden ist die Birk 1821 durch Eindeichung des Großen Noores. Um das Wasser aus diesem Noor zu schöpfen, wurden zwei Mühlen errichtet, eine davon, die Mühle "Charlotte" gilt heute als bauwerkliches Symbol dieser Landschaft.
Die Ochseninseln
Erstmals wurden die Ochseninseln in König Valdemars Grundbuch von 1231 erwähnt, in dem sie als "Oxenör minor et major" geführt wurden. Damals waren große Flächen Südjytlands noch von Wäldern bedeckt, so dass die Inseln wahrscheinlich als Viehweiden genutzt wurden; daher der Name.
Sønderborg
Sønderborg befindet sich zum größten Teil auf Alsen. Das rege Studentenleben prägt die Altstadt in der Umgebung des Schlosses. Sehenswert ist das Schloss. In nördlicher Richtung an der Küste liegt Varnæshoved, der Sage nach der Ort, an dem die dänische Fahne auf dänischen Boden getragen wurde, nachdem sie in Estland vom Himmel gefallen war. In Dybbøl Banke errinern zahlreiche Gedenksteine und Kriegsgräber an die Kriegshelden und vielen Toten in der entscheidenden Schlacht zwischen dem dänischen und dem preußischen Heer im Jahre 1864.

Glücksburg
20 Kilometer Strand und 50 Kilometer ausgeschilderte Wanderwege prägen das Bild des traditionsreichen Seebades Glücksburg. Namensgeber der Stadt ist das 400 Jahre alte Wasserschloss, das in der Saison zur Besichtigung offen steht.
Langballig
Der Luftkurort Langballig liegt direkt an der Außenförde und ist geprägt durch eine Mischung von Fremdenverkehr und Landwirtschaft. Ein geräumiger und moderner Yachthafen bietet Segelgästen und ihren Booten Schutz vor Wind und Wetter.
Gråsten und Broager
Schon seit der Steinzeit gibt es an der ertragreichen und gut geschützen dänischen Fördeküste Siedlungen. Viele Relikte aus der Stein-, Bronze- und Eisenzeit wecken hier das Interesse des Besuchers. Sehenswert ist das Schloss von Gråsten mit seiner Schlosskirche von 1699.
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