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"Seestern" Awards vergeben
boot daily 2010
"Seestern" Awards vergeben
28.01.2010
Sieger, Laudatoren und Jurymitglieder.
Schlurfende Wasserschnecken, wabernde Korallen und funkelnde Fisch-Schwärme. Schöner als Waldemar Prechtel hätte man es nicht sagen können: „Unsere Unterwasserfilmer sind Fische auf Zeit, die den Betrachter in ihr Aquarium holen wollen!“ Der Vorsitzende des NRW-Landesverbandes des BDFA (Bundesverband Deutscher Film-Autoren) eröffnete die Siegerehrung des mittlerweile 8. Internationalen Unterwasserfilm-Wettbewerbs „Seestern“ im Tauchsport Center. Der Wettbewerb ist eine gemeinsame Aktion von BDFA, dem Online-Tauchsportmagazin unterwasser und der boot Düsseldorf. Ebenso wie seine 15 Jury-Kollegen – darunter Taucher und Filmer - war Prechtel begeistert von der Qualität der knapp 80 eingereichten Filme. „Die Güte der Filme hat sich gigantisch entwickelt“, betonte auch Uli Rademacher vom BDFA. Das eingeschickte Material sei viel mehr als „bloß bunte Unterwasserbilder“. „Die Filme erzählen eine Geschichte und ziehen den Zuschauer in ihren Bann.“ In der Kategorie „Filme bis zwei Minuten“ räumte Lorenz Fischer aus Bad Vilbel den Siegerpreis ab. Sein ebenso skurriler wie ästhetischer Film „The Run“ bekam neben dem „Goldenen Seestern“ den Sonderpreis des „Highland Musikarchivs“ für die beste Vertonung (Filmmusik im Wert von 500 Euro). Außerdem wird sein Film bei den 68. Deutschen Filmfestspielen gezeigt. Fischer hat seinen Film auf den Malediven und vor Papua Neuguinea gedreht. „Ich habe den Film ,The Run‘ genannt, weil sich alle Lebewesen in diesem Film bewegen“, erklärt er. „Manche sehr schnell, andere extrem langsam.“ Auf Platz zwei landete Edward Snijders (moving images) aus den Niederlanden, ein alt bekannter „Seestern“-Teilnehmer, der mittlerweile an die acht bis neun Seesterne sein Eigen nennt. Den Bronze-Seestern holte sich Jörg Steer aus Berlin mit „Unterm Steg“ ab.
In der Kategorie „Filme bis 20 Minuten“ wurde der Niederländer Geert Droppers für „Gimme a hug“ mit Gold ausgezeichnet. Außerdem bekam er den BDFA-Sonderpreis für die beste Bildgestaltung und den Sonderpreis der boot Düsseldorf – einen Air Berlin-Flug für zwei Personen nach Hurghada - den Projektleiter Goetz-Ulf Jungmichel überreichte: „Ihnen ist ein wirklich toller Film gelungen!“, lobte Jungmichel. „Hoffentlich sehen und hören wir noch viel von Ihnen.“ Sein Film „Gimme a hug“, was so viel bedeutet wie „Umarme mich“, zeigt Haie aus einem anderen Blickwinkel: der Hai als sensibles Lebewesen. Droppers: „Ich möchte zeigen, dass Haie keine Monster sind.“ Dass ihm das gelingt, hat er nicht zuletzt seinem Komponisten Mark Pütz zu verdanken, der seine faszinierenden Aufnahmen mit einer wunderbaren Musik unterlegt hat. In der 20-Minuten-Kategorie kam Simone Thernes aus Wulfsen mit „Killer“, ebenfalls ein Haifilm, auf Platz zwei, Platz drei belegen Rainer und Petra Schimpf mit „Opaque“.
Alle Filme sind während der boot auf dem Stand des BDFA zu sehen.
Halle 3/ B14
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