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Tipps vom Angelprofi
boot daily 2010
Tipps vom Angelprofi
29.01.2010
Dietmar Isaiasch erklärt das Wesen des Raubfisch-Angelns.
Seine bevorzugten Farben: Goldglitter mit Weiß und Salt and Pepper. Aber Dietmar Isaiasch ist nicht etwa Modedesigner. Der Mann, der dort auf der Bühne des Sportfischer Centers steht, ist der absolute Experte für Raubfischangeln. Wenn er seine Tipps und Erfahrungen weitergibt, bleibt dort kein Platz mehr frei, und sein – hauptsächlich männliches – Publikum hängt fasziniert an seinen Lippen. Isaiasch gehört seit mehr als 15 Jahren zu den bekanntesten Fachautoren der Raubfischszene in Europa. Dabei steht der Zander bei ihm oft im Mittelpunkt, wenn es um darum geht, neue Fangmethoden oder Köder zu entwickeln. „Raubfischangeln ist ganz einfach“, stellt er zu Beginn klar. „Der Fisch steht da, wo er am meisten Nahrung findet.“
Isaiaschs Lieblingstechnik ist der Gummiköder, den es in allen Farben und Formen gibt. Zum goldglittrigen etwa greift er bei bedecktem Himmel, den schwarz-weiß-gesprenkelten, den „Salt and Pepper“, nimmt er bei Sonnenschein. So gehen ihm immer wieder „kapitale Fische“ an die Angel. Seine Philosophie ist einfach: „Wer viel fischt, weiß auch viel“, betont er. So kennt er die besten Plätze – Bunenfelder, Spundwände, Brückenpfeiler, Strömungen oder überschwemmte Wiesen bei Hochwasser – und die besten Bedingungen. „Wenn das Barometer heftig fällt, beißen die Zander wie doll. Bei einem Anstieg ist das Wetter zwar toll für den Angler, aber die Zander sind unter diesen Bedingungen eher träge.“ Träge – dieser Begriff existiert nicht im Leben des Dietmar Isaiasch, der auch bei seinen Vorträgen ohne Punkt und Komma redet, gestikuliert und mit bunten Gummifischen wedelt. Das Bild des faul am Ufer sitzenden Anglers ist ihm fremd. „Jedem von uns muss natürlich klar sein: Die größten Fische gibt es dort, wo man vielleicht vorher über drei Kuhgatter klettern musste“, erklärt er. „Und nicht etwa dort, wo man mit dem Auto bis ans Ufer fahren kann.“ Und weil auch Raubfische Gewohnheitstiere sind, muss er sich als Angler immer wieder etwas Neues einfallen lassen. „Ich beobachte immer wieder, dass unbekannte Köder von den Fischen viel aggressiver attackiert werden“, sagt er. Deshalb hat er gerade wieder einen neuen Köder entwickelt, der im Frühjahr der Fachwelt vorgestellt wird.
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