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Alternativ unterwegs - neue Antriebskonzepte </01.10>

Marktberichte & Reportagen

Alternativ unterwegs - neue Antriebskonzepte


Die Zeit ist reif für alternative Antriebskonzepte, ihre Experimentierphase ist vorbei. Hybridantriebe und photovoltaisch oder von Brennstoffzellen gespeiste Elektromotoren zählen zur grünen Technologie der Zukunft. Noch können sie zwar nicht an die Reichweiten von Booten mit Benzin- und Dieselmotoren herankommen, aber die Entwicklung schreitet unaufhörlich voran. Das fängt schon bei den kleinsten Booten an:

Zusatzmotor
Klepper, mit deren Faltbooten schon unsere Großväter über das Wasser paddelten, rüstet höchst aktuell auf und zeigte einen Prototypen auf der boot 2010. Klepper bietet als Zubehör einen Elektromotor an, dessen Batterie mit Sonnenenergie zum Nulltarif nachgeladen wird. Für die etwa 40 x 70 cm großen Solarpaneele gibt es zur Befestigung vorn und achtern auf dem Boot stabile Rahmen inklusive Transportbox.

10m Klasse
Bei Motorbooten wird zum Beispiel das umweltbewusste Volksboot Greenline 33‘ im Betrieb von Solarzellen unterstützt, was dem Boot auch schon den 'Innovation Award 2010' einbrachte. Mit dem Elektromotor, der für eine geräuscharme Fahrt sorgt, wurden als Maximum 5,9 kn gemessen. Nach der Präsentation auf der boot 2010 geht der Hersteller Seaways aus Slowenien jetzt den Serienstart an. Die Frauscher 686 Lido war das weltweit erste Sportboot mit Hybrid-Antrieb. Boote mit Elektromotoren haben in Österreich eine lange Tradition. Das mag daran liegen, dass dort auf den meisten Seen Boote mit Verbrennungsmotoren nicht zugelassen sind. Oder nur außerhalb der Sommersaison. So lag es für eine österreichische Werft nahe, ihre Boote mit Verbrennungs- und Elektromotoren auszustatten, die sich schnell umschalten lassen. Mit dem ebenfalls österreichischen Dieselmotorenhersteller Steyr wurde das Projekt realisiert.

Wasserstoff und Brennstoffzelle
Seine Messe Premiere feierte auf der boot 2010 die mit Brennstoffzellentechnologie ausgerüstete Frauscher Riviera 600. Als Sekundärenergie kommt Wasserstoff in Wasser, Erdgas, Öl und anderen Trägern vor, entsteht als Nebenprodukt bei der Chlor-Elektrolyse. Die Brennstoffzelle ist ein elektrochemischer Stromerzeuger: Gase werden oxidiert und direkt in hochwertige Energie umgewandelt. Als einziges „Abgas“ entsteht pures Wasser. Eine „gasbetriebene Batterie“ sozusagen. Bei Linienbussen, Gabelstaplern oder auch in U-Booten wurden Brennstoffzellen schon erfolgreich verbaut. Der erste praktische Einsatz einer alkalischen Brennstoffzelle erfolgte 1963 bei der Gemini-Mission der amerikanischen Raumfahrt. Aufgrund des gestiegenen Umweltbewusstseins wird in die Erforschung dieser emissionsfreien und umweltschonenden Energiegewinnung viel intensiviert.



Sicherheit
Da ein Wasserstoff-Luftgemisch ein ebenso hochentzündliches Gas wie ein Benzin–Luftgemisch ist, das man weder sehen noch riechen kann, ist das gesamte Sicherheitssystem vom TÜV Austria abgenommen worden und gewährleistet somit eine Sicherheit die tatsächlich höher als die von Benzinmotorbooten anzusehen ist.

Elektrisch betrieben
Der schwedische Hersteller Nimbus Boats, präsentierte auf der boot Düsseldorf als Weltneuheit das erste elektrisch betriebene Boot für den kommerziellen Markt mit einer Reichweite von bis zu 20 Seemeilen oder 37 Kilometern bei einer Fahrgeschwindigkeit von 22 Knoten. Der Preis eines „vollen Tanks” beträgt dabei im Schnitt nicht mehr als 5 Euro. Schiffstypen, die noch höhere Geschwindigkeiten erreichen, sind selten. Das 5,45 m lange Voltage von FELLERyachting soll für ein Spitzentempo von 27 kn gut sein - eine weitere Weltpremiere. Der Rumpf ermöglicht auch mit E-Motor eine sportliche Fahrweise. Der schmale Bug teilt das Wasser mit minimalem Widerstand, während der als Rundspant ausgeführte Gleitrumpf das Wasser mittschiffs sanft und gleichmäßig verdrängt. Das Ergebnis ist eine gleichmäßige Fahrt bei allen Geschwindigkeiten.

Quelle: Bundesverband Wassersportwirtschaft e.V.

 
 

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