Sie befinden sich hier: Segeln. Regatta. Regattaszene der Segler. America's Cup. America's Cup 2010.
Letzte Statements der Eigner - heiß aufs Segeln und nervös
America's Cup 2010
Letzte Statements der Eigner - heiß aufs Segeln und nervös

Unser 'Segel Journal'-Korrespondent in Valencia ist Hans-Harald Schack. Der Berliner Journalist war Redakteur einer Segelzeitschrift, als die Lexcen-Konstruktion "Australia" den Amerikanern 1983 den Cup entführte, und Co-Autor eines Buches über den America's Cup, als Dennis Conner die Kanne mit seinem Starrflügel-Kat verteidigte.
Neuer Blog:
"Die letzten Statements der Eigner vor der Presse geben ein Stimmungsbild der Nervosität wieder, es wurde auch gescherzt. Larry Ellison wird (zu meinem Bedauern) zumindest im ersten Rennen nicht in der Afterguard an Bord sein. Sein Team hatte ihm mitgeteilt, dass das Gewichtslimit erreicht sei. Bertarelli wird bekanntlich segeln, er begründete das so: 'Ich kann zufällig ganz gut einen Multihull steuern, und meine stärksten Konkurrenten während unserer Trainingsrennen habe ich mir an Bord geholt.' Der Franzose Loïck Peyron ist sein Co-Steuermann. Über den Herausforderer: 'BMW Oracle Racing ist ein hervorragendes Team, und sie haben ein eindrucksvolles schiff aufs Wasser gebarcht. Es wird interessant sein zu sehen, wie verschiedene Teams mit verschiedenen Mitteln das selbe Ziel zu erreichen erreichen versuchen.' Russell Coutts scherzte auf die Frage, ob er an Bord sein werde: 'Ich warte noch auf den Anruf meines Steuermanns James Spithill.' Wetten, dass Coutts segelt?
'Strafkringel' verlockend für Taktiker
Es ist sonnenklar, sie sind jetzt alle heiß aufs Segeln, und sie sind nervös. Bertarelli sagt, er müsse vor einem Rennen nervös sein, 'wenn ich es einmal nicht war, war ich nachher nicht wirklich gut.' Wegen der Größe und der Schnelligkeit der Schiffe habe man vereinbart, vorsichtig in die Startbox zu segeln. Es war ohnehin klar, dass es kein klassisches dial-up mit Kringeln und Umkreisen geben wird. Trotzdem sind taktische Manöver zu erwarten, dem Gegner einen Strafkringel aufzuzwingen dürfte verlockend für jeden Taktiker sein.

Kein ungefährliches Revier
Bertarelli warnt die Zuschauer. 'Bei Westwind - den wir erwarten - haben wir einen Start fast auf halber Strecke zwischen Ibiza und Valencia, und wir befinden uns auf dem Mittelmeer im Winter. Das sei kein ungefährliches Revier. Der sicherste und vielleicht informativste Zuschauerplatz wird vermutlich vorm Fernseher sein. Eurosport überträgt das Rennen (Starschuss 10.06 MEZ) live. Weil nicht immer Sichtverbindung zum Land besteht, kreist ein Flugzeug als Relaisstation in 8000 Meter Höhe über dem Segelgebiet. Ich werde auf dem Wasser sein, ausnahmsweise habe ich ein Fernglas dabei."
Quellen: segeljournal.com, americascup.com













