Sie befinden sich hier: Segeln. Regatta. Regattaszene der Segler. America's Cup. America's Cup 2010.
Katamaran gegen Trimaran: Im ersten Rennen fliegt 'USA' davon
America's Cup 2010
Katamaran gegen Trimaran: Im ersten Rennen fliegt 'USA' davon

USA fliegt davon: Im ersten Rennen wurde der Katamaran Alinghi von dem Trimaran komplett deklassiert. Nach einem spannenden Start, den Alinghi mit gut einer Minute Vorsprung gewann, holte der amerikanische Trimaran schnell auf, schon an der Luvtonne lag BMW Oracle Racing gut zweieinhalb Minuten vorne. Und auch auf dem raumen Kurs zurück ins Ziel konnte der Katamaran nicht mithalten, BMW Oracle baute seinen Vorsprung aus bis zu einem Vorsprung von 3500 Metern im Ziel.
Fast zehn Minuten Unterschied
Mit dem Strafkringel, den Alinghi drehen musste, beendeten sie das Rennen fast zehn Minuten hinter den Amerikanern. Immerhin drehten sie ihren Kringel, direkt auf der Ziellinie, auch wen es für das Ergebnis keinen Unterschied mehr machte – einfach eine sportlich faire Geste von Alinghi.
Enorme Power durch starres Flügelsegel
Der Schlüssel war die enorme Power, die von dem starren Flügelsegel der Amerikaner generiert wurde, sorgfältig getrimmt von Dirk de Ridder. Während Alinghi nicht immer den Luvrumpf aus dem Wasser bekam, sah BMW Oracle durchgehend aus als wolle er abheben, fast immer mit zwei von drei Rümpfen aus dem Wasser. Keine Rede mehr davon, dass der Katamaran bei leichtem Wind schneller sein sollte.

Spannendes zweites Rennen
Dies ist jedoch nur das erste von drei Rennen – die nächste Wettfahrt soll am Sonntag stattfinden. Und dann, da sagen die Vorhersagen heute, bei deutlich mehr Wind. Die große Frage lautet jetzt – kann Alinghi bei stärkerem Wind mit dem Flügelsegel des Trimarans mithalten? Denn das ist ohne Frage der größte technologische Durchbruch dieses America’s Cup. Die Überlegenheit des Flügels war, zumindest in diesem ersten Rennen, beeindruckend: Keine Chance für Alinghi. Der schiere Boots-Speed der Amerikaner hat dieses Rennen mit entschieden, aber auch das perfekte Segeln von James Spithill und seiner Crew – einmal abgesehen von dem Lapsus am Start, wo der Trimaran beim Manövrieren im Wind und ohne Fahrt hängen bliebt. Aber was für ein Unterschied, von einem Vorteil von anderthalb Minuten beim Start (für Alinghi) bis zu einem Abstand von zehn Minuten im Ziel!
Quellen: segeljournal.com, americascup.com













