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Kanu-Rennsport: DKV-Athleten gewinnen am WM-Schlusstag noch einmal Gold und zweimal Silber

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Kanu-Rennsport: DKV-Athleten gewinnen am WM-Schlusstag noch einmal Gold und zweimal Silber

23.08.2010

Die Damen-Staffel mit WM-Gold sowie Ronald Rauhe (Potsdam) im Sprint und der Damen-Vierer über 500m mit jeweils Silber sorgten am letzten Finaltag der Rennsport-WM in Posen noch einmal für DKV-Medaillenerfolge. In den anderen Disziplinen konnten die DKV-Athleten nicht in die Medaillenränge eingreifen.

Bejubelte erste Medaille
Bis zum letzten 500m-Finale mussten die zahlreichen deutschen Fans warten, bis sie am zweiten Finaltag die erste Medaille für das DKV-Team bejubeln konnten. Fanny Fischer, Katrin Wagner-Augustin (beide Potsdam), Nicole Reinhardt (Lampertheim) und Tina Dietze (Leipzig) erkämpften im K4 der Damen hinter den favorisierten Ungarinnen und vor dem Boot aus Polen Silber. „Vielleicht hätten wir vorher gesagt, dass wir enttäuscht sind, wenn es Silber wird. Aber heute sind wir es nicht. Es war ein gutes Rennen von uns, die Ungarinnen waren eben eindeutig besser“, sagte Katrin Wagner-Augustin, die das Vierer-Finale wegen ihres Missgeschickes im Einerkajak eine Stunde zuvor mit besonderem Groll angegangen ist.

Rabenschwarzer Auftakt
In ihrem Einer-Finale zu Beginn des Finaltages erwischte die Potsdamerin einen rabenschwarzen Auftakt. Anfangs noch mit im Bereich der Medaillenränge, fing sie sich auf der Strecke Algen am Steuer ein und konnte den Anschluss zu den führenden Booten nicht mehr halten. Während die ukrainische Olympiasiegerin Inna Osypenko-Radomska vor Natasa Janics (HUN) und Rachel Cawthorn (GBR) die Medaillenränge unter sich ausmachten, blieb für Katrin Wagner-Augustin nur Platz sieben.

Gute Leistung trotz verpasster Medaillen
Jeweils knapp eine Medaille verpassten auf Rang vier die Kajak-Zweier Carolin Leonhardt (Mannheim) und Silke Hörmann (Karlsruhe) sowie Martin Hollstein (Neubrandenburg) und Andreas Ihle (Magdeburg). Ihnen wie auch Max Hoff als Fünftem im K1 der Herren bescheinigte Chefbundestrainer Reiner Kießler dennoch eine gute Leistung. Im noch verbleibenden Finale mit deutscher Beteiligung kam Sebastian Brendel (Potsdam) im C1 auf Rang acht.



Harter Widersacher für Rauhe
In den 200m-Sprintrennen erwies sich für Titelverteidiger Ronald Rauhe (Potsdam) der diesjährige Europameister Edward McKeever (GBR) einmal mehr als härtester Widersacher. Er holte sich nach dem EM- auch den WM-Titel. Das Potsdamer Sprint-Ass, dessen Start im Vorfeld wegen einer Bauchmuskelzerrung noch fraglich schien, sicherte sich mit enormen kämpferischem Einsatz die Silbermedaille vor dem Polen Piotr Siemionowski.

Gelungene WM-Premiere
In den weiteren Sprintdisziplinen gab es noch zwei weitere vierte Plätze durch Nicole Reinhardt im K1 und Fanny Fischer (Potsdam) und Conny Waßmuth (Magdeburg) im K2 der Damen. Im C2 kamen die diesjährigen U23-Europameister Björn Wäschke (Berlin) und Stefan Kiraj (Potsdam) auf Rang fünf und im C1 fuhr Stefan Holtz (Karlsruhe) auf Platz acht. In der erstmals vom DKV besetzten WM-Disziplin Canadier-Einer der Damen belegte Lydia Weber (Dresden) bei ihrer WM-Premiere den fünften Platz.

Ersehnter WM-Titel
In den abschließenden Staffelrennen spurtete die DKV-Damenstaffel mit Nicole Reinhardt, Tina Dietze, Conny Waßmuth und Katrin Wagner-Augustin doch noch zum ersehnten WM-Titel für die Damen, die Canadier-Staffel belegte Platz sechs und in der aussichtsreich liegenden Kajak-Herren-Staffel musste Schlussfahrer Ronald Rauhe leider das Rennen abbrechen, so dass am Ende nur Platz sieben übrig blieb.

Insgesamt positives Fazit
Chefbundestrainer Reiner Kießler unterstrich in seinem Fazit, es sei eine insgesamt gute WM gewesen. „Nach einem sehr erfolgreichen ersten Finaltag waren die Ergebnisse am Schlusstag zwar nicht so wie wir uns das vorgestellt hatten. Doch wenn man so knapp an den Medaillenrängen vorbei schrammt wie die Kajak-Zweier, dann sollte man nicht nur auf die Medaillenränge schauen.“ In den olympischen Disziplinen fehlten in der Bilanz zwei angestrebte Medaillen. „So war die WM zum richtigen Zeitpunkt, um bis zu den olympischen Spielen noch Veränderungen herbeizuführen und die Qualität im Training zu erhöhen“, so der Chefcoach.

Quelle: www.kanu.de

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