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Solarwave hat die Hürde Schwarzes Meer genommen

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Solarwave hat die Hürde Schwarzes Meer genommen

17.09.2010
Michael Köhler & Heike Patzelt
Die Stamm-Crew

Die Solarwave ist inzwischen am Bosporus angekommen, um im türkischen Istanbul weitere Gäste aufzunehmen, die das Boot mit seiner vielen innovativen Technik an Bord auf seiner Reise ein Stück weit begleiten und erkunden wollen. Die bei der boot Düsseldorf vorgestellte, mit alternativen Energien betriebene SolarWave umrundet somit weiter Stück für Stück den Planeten.

Schwarzes Meer überquert
Sie ist damit auch das erste solarbetriebene Elektroboot, das das Schwarze Meer überquert hat, und das war auf der bisherigen Reise eine besondere Herausforderung für Schiff und Crew. Trotz schlechtem Wetters konnte bis zum Erreichen der bulgarischen Schwarzmeerküste mit einer Geschwindigkeit von durchschnittlich 5,5 Knoten gefahren werden. An der südlichen Grenze von Bulgarien zur Türkei musste dann allerdings gezwungener Maßen ein zweitägiger Zwischenstopp eingelegt werden. Bei Windstärken zwischen 6 und 8 Beaufort hatte sich eine extrem kurze und steile Welle auf dem Schwarzen Meer aufgebaut, die sehr unangenehm bis gefährlich werden kann.

Unangenehmes bis gefährliches Phänomen
Auch andere erfahrene Segler kennen dieses lokale Phänomen. Klaus Flach, ein Freund der Crew, schrieb Heike und Michael: "Hoffentlich seit Ihr inzwischen von Tzavero weggekommen, oder hält Euch immer noch das Biest (Schwarzes Meer) mit seinen steilen kurzen Wellen fest? Mir fällt gerade auch noch ein, daß wir damals von Tzavero aus bei West 2-3 los sind und dachten, da ist bei Wind von Land ohne Wellen leicht zu segeln. Von wegen! Wir mußten auch bei Ignada abbrechen, weil der Landwind die anrollende Restwelle des Sturmes aus der Mitte des Schwarzen Meeres so steil machte, daß wir Angst hatten, die See schlägt uns das Pilothaus kaputt."

Plan der Weltumrundung
Plan der Weltumrundung

Wellen überall
Ähnliche Erfahrungen haben auch Doris und Manfred Sutter schon in ihrem Buch "Beluga geht durchs Nadelöhr" auf der gleichen Strecke beschrieben: "Unsere Flucht aus Burgas führt uns direkt auf ein völlig aufgewühltes Schwarzes Meer mit 3 m hoher Dünung. Es kann nicht schlimmer kommen. Doch es kommt schlimmer. Nach Umrundung von Kap Sveti Ivan nimmt die Dünung nochmals zu und der Wind frischt auf. Jetzt haben wir nicht nur 4 m hohe seitliche Dünung von backbord, sondern auch Wellen von hinten und von Land zurücklaufende Wellen an steuerbord.

Nach elfstündiger Fahrt das nächste Ziel erreicht
Nachdem nach 11 Stunden anstrengender Fahrt für die SolarWave diese Hürde genommen war, geht es nun weiter in Richtung Ägäische See und der Weg zur Route entlang des Äquators ist so gut wie geschafft.

Quelle und Fotos: www.solarwave.at ; www.die2abenteurer.com

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