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Schnelle Kieler Woche 2011 – Kats und Skiffs im Regattaprogramm
Alle Kieler Woche Berichte
Schnelle Kieler Woche 2011 – Kats und Skiffs im Regattaprogramm

Zwei Skiff-Klassen geben ihr Debüt und zwei Katamaran-Klassen feiern ihr Comeback bei der Kieler Woche 2011. Damit reagieren die Kieler-Woche-Verantwortlichen auf die Entscheidung des Weltseglerverbandes ISAF, den Katamaran nach dem Aus für 2012 für die Spiele in Rio de Janeiro (2016) wieder ins Programm zu nehmen.
Tornados in unmittelbarer Zuschauernähe
Insbesondere die ehemals olympischen Tornados wollen die Kieler Woche als Bühne nutzen, um sich als Katamaran-Klasse für Rio zu empfehlen. „Die Tornados werden vor dem Kieler Yacht Club in Düsternbrook in unmittelbarer Zuschauernähe segeln. Die Innenförde wird damit durch fachkundige Moderation an der Audi-Bühne zur Segel-Arena“, sagt der oberste Regatta-Leiter Jobst Richter (Kieler Yacht-Club), der den Auftritt der schnellen Kats in der ersten Hälfte (18. bis 22. Juni) geplant hat.
Wiedersehen mit den A-Cats
Auch für die A-Cats gibt es ein Wiedersehen mit der Kieler Woche. Bereits 2001 waren die Einmann-Zweirümpfer vor Schilksee vertreten. Mit der Entscheidung, den kommenden America's Cup auf Mehrrümpfern zu segeln, erfährt die Konstruktions-Klasse einen weiteren Schub. Denn die Konstruktionen der A-Cats dienten schon beim vergangenen AC im Februar 2010 als Vorbild, und auch aktuell sammeln AC-Aspiranten Erfahrungen bei der Trapezfahrt auf den schmalen Rümpfen. Bis zu 30 A-Kats werden im internationalen Teil der Kieler Woche (23. bis 26. Juni) mit den F18 und Hobies auf die Bahn gehen.
Premiere für die Musto Performance Skiffs
Erstmals vor Kiel dabei sind die Musto Performance Skiffs (MPS), und dennoch wird diese Premiere eine Heimkehr für die Einmann-Skiffs, die mit Trapez und Gennaker spektakulär ausgestattet sind. Das Konzept der rasanten Klasse stammt von Dr. Joachim Harpprecht aus Molfsee.

Für eine weitere Skiff-Klasse wird die Kieler Woche 2011 der erste große Auftritt überhaupt. Die 29erXX haben Ambitionen, bei den Olympischen Spiele 2016 die Klasse für die gerade erst nominierte Disziplin High Performance der Frauen zu sein. Die aus dem Jugendskiff erwachsene Klasse mit größerem Rigg ist noch im Wachsen begriffen. Daher wäre Jobst Richter auch mit einer Meldezahl von zehn Startern zufrieden: „Auf jeden Fall werden wir uns mit der Kieler Woche den innovativen Klassen weiter öffnen und sie dauerhaft ins Programm aufnehmen, wenn sie sich bewährt haben“, so Jobst Richter, oberster Wettfahrtleiter der Kieler Woche.
Tracking + TV: wie live auf dem Wasser
Regattasegeln dem interessierten Publikum auch an Land näher zu bringen, war bisher ein großes Problem. Weit vom Ufer entfernt konnten Zuschauer die Jollen und Boote vielleicht noch vom Strand aus erkennen, was aber wirklich auf dem Wasser passiert und welche Boote gerade führen, das blieb der Öffentlichkeit verborgen. Dem wird seit dem Vorjahr Abhilfe geschaffen. Tracking-System ist das Lösungswort, GPS und Internet machen es möglich.
Mit zwei Klicks im Geschehen
Die Technik ist so einfach wie kompliziert. Jedes Boot wird mit einem GPS-Sender ausgestattet, der viermal in einer Sekunde seine Position an den Rechner an Land schickt. Dort werden alle Daten verarbeitet und auf einer Karte dargestellt, und mit zwei Klicks im Internet ist man dann mitten im Geschehen. Dazu werden Video-Live-Bilder direkt von den Begleitboot übermittelt, so dass der Zuschauer mitten im Geschehen ist. Die Tornado-Wettkämpfe auf der Innenförde, jeden Tag eine Bootsklasse auf der Förde, die Medal-Races sowie das Match Race sollen so übertragen werden.
Quelle: www.kieler-woche.de
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