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Silber zu Gold - Hornis in der Küche </07.11>

Angelküche & Rezepte

Silber zu Gold - Hornis in der Küche

Foto: Rute & Rolle

So vielseitig die Angelmethoden auf Hornhecht sind, so abwechslungsreich präsentiert sich der schlanke Fisch in der Küche. Sie können Hornis prima braten, sauer einlegen oder als Kochfisch zubereiten. Ein besonderer Gaumenkitzel erwartet Sie beim Räuchern. Und so wird aus den Silberpfeilen leckeres Rauchgold: Zuerst die Hornhechte ausnehmen, schuppen und gründlich abspülen.

Mit oder ohne Kopf räuchern ist Geschmackssache. Ich, Ronny Heidecke, lasse ihn dran, entferne aber die Kiemenbögen. Nun bereiten wir die Lake vor, in der die Fische vier Stunden lang ziehen sollen. Für die Lake werden pro Liter Wasser rund 60 Gramm Salz aufgelöst. Für zwei Kilo Fisch (etwa acht Hornhechte normaler Größe) benötigen wir etwa 3,5 Liter Wasser und rund 200 Gramm Salz. Wer möchte, kann der Lake Kräuter und Gewürze zugeben – Dill, Wacholderbeeren, Nelken, Pfefferkörner oder Lorbeerblätter zum Beispiel.

Bei Verwendung von Kräutern die Lake kurz aufkochen. Dadurch werden die Aromen besser freigesetzt. Nach dem salzigen Bad spüle ich die Hornis gründlich und trockne sie mit Küchenpapier ab. Dann werden sie auf Räucherhaken (am besten Modelle mit zwei Spitzen) gespießt und dürfen noch ein wenig an der Luft trocknen, während wir den Ofen anheizen. Ideal ist Buchenholz. Nun hängen wir die Fische in den Ofen. Bei geöffneter Tür sollen sie dort noch etwa 30 Minuten weiter trocknen. Erst wenn sich die Haut der Hornis pergamentartig anfühlt, wird die Tür geschlossen und der Garprozess beginnt. Bei 80 Grad dauert es rund 30 bis 45 Minuten, bis die Fische durch sind.

Heißer sollten Sie es übrigens nicht machen, dann wird der Fisch schnell trocken. Nach dem Garen kommt der Rauch. Dazu streuen wir Buchenmehl auf die restliche Glut der heruntergebrannten Holzscheite – jetzt raucht’s! In den folgenden 60 bis 90 Minuten bei nur noch 60 Grad nehmen die Fischen den typischen Räuchergeschmack an und bekommen ihre gold-braune Farbe. Wer sich bei diesem Anblick noch zurückhalten kann, sollte die Fische vor dem Verzehr abkühlen lassen. Aber auch frisch aus dem Rauch sind sie ein Genuss.

Guten Appetit!

Autor Ronny Heidecke fischt am liebsten mit Kunst- und Naturködern vom
Belly Boat auf Silberpfeile. Wie er das macht, verrät er hier


Quelle: www.ruteundrolle.de


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