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Stürmischer Start der 122. Travemünder Woche

Travemünder Woche

Stürmischer Start der 122. Travemünder Woche

Kielzugvögel auf der Pötenitzer Wiek
Foto: MK/Travemünder Woche

Ein hartnäckiges Tiefdruckgebiet wirbelte das Regattaprogramm am Auftaktwochenende der 122. Travemünder Woche durcheinander. Aufgrund zu starker Winde wurden die Kielzugvögel sogar erstmals in der Geschichte der Travemünder Woche auf der Pötenitzer Wiek gestartet. Selbst alterfahrene Verantwortliche der Travemünder Woche konnten sich nicht erinnern, dass jemals auf der Pötenitzer Wiek eine TW-Regatta gesegelt wurde. Der Umzug wegen der heftigen Böen auf der Ostsee machte sich aber voll bezahlt. Zwei saubere Rennen brachte die Wettfahrtleitung über den Kurs.

Anspruchsvollste Bedingungen auf der Mittelstrecke
Für die seegehenden Yachten endete die Mittelstrecke nach der „Hinfahrt“ in Grömitz. Schauerböen mit bis zu 30 Knoten fegten am Sonnabend (23. Juli) über die Lübecker Bucht hinweg und bescherten den Seeseglern anspruchsvollste Bedingungen. Wie heftig die Bedingungen auf See waren, musste die erfahrene Crew der „Sisqua“, eine Dehler 34 von Armin Balser (Frankfurt/M.), leidvoll erfahren, als ihr auf Spinnaker-Kurs der Mast brach. „Eigentlich waren die Verhältnisse mit 24 bis 26 Knoten Wind nicht zu heftig in dem Moment und alles gut segelbar. Aber wir wurden von einer Welle rumgerissen, legten eine Patenthalse hin und lagen auf der Seite – mit Baum und Spinnakerbaum im Wasser. Dem Druck hat der Mast nicht standgehalten und ist auf Höhe des Spibaum-Beschlages gebrochen“, erklärte Balser die Situation.

Sisqua, eine Dehler 34, bevor ihr Mast brach
Foto: MK/Travemünder Woche

Kein Rennen der Musto Skiffs
Die Skiff-Klassen, darunter die 18-Footer für die Trave-Races, mussten für einen Regattastart passen. Damit reisten die Musto Skiffs ohne ein einziges Rennen aus Travemünde ab. Nur zwei Tage hatten die Segler für ihren Travemünder Woche-Auftritt 2011 eingeplant. Die Bedingungen waren einfach zu heftig, um Rennen zu segeln. Gleichwohl nutzten einige von den Musto Skiffs die Möglichkeit, um sich bei einem Trainingsschlag das richtige Stehvermögen für Starkwind-Bedingungen zu verschaffen.

500 Ballons zur Eröffnung
So zeigte sich das Wetter zwar nicht in Bestform, doch kräftige Regenschauer und stürmische Böen konnten Segler und Feierlaunige zum Auftakt der 122. Travemünder Woche nicht schrecken. Mit dem traditionellen „Heißt Flagge!“ eröffnete Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe am Freitag (22. Juli) um 18 Uhr das Segel- und Festivalevent. Und Landesfinanzminister Rainer Wiegard war sich trotz der Wetterunbill sicher: „Die Travemünder Woche wird auch dieses Jahr ein Sommer-Highlight in Schleswig-Holstein werden.“ Vom Achterdeck der „Lisa von Lübeck“, dem Nachbau eines dreimastigen Hanseschiffes vom Typ Kraweel, ließen Saxe, Wiegard und der neue Vorsitzende des Lübecker Yacht-Clubs (LYC), Dierk Faust, 500 Ballons in den drei Vereinsfarben rot, weiß und schwarz in den Himmel steigen.

Weitere Infos zur 122. Auflage der TW
1.542 Athleten aus 24 Nationen, darunter aus ganz Europa, Australien, Neuseeland, Oman, Südafrika, Kanada und den USA haben in 775 Booten für die 26 Disziplinen gemeldet. Vier Welt- und fünf Europameisterschaften werden bis zum 31. Juli ausgetragen. Auf insgesamt zehn Bahnen in der Lübecker Bucht wurden die Disziplinen verteilt - aktuell hinzugekommen: die Pötenitzer Wiek. Zudem bittet der oberste Regattaleiter Walter Mielke jeweils nachmittags gegen 17 Uhr in die Segelarena Trave, auf der spektakuläre Klassen zu drei knackigen Kurzrennen antreten. Die Show findet jeden Tag (bis auf den letzten) unmittelbar vor den Augen des Publikums auf einem Kurs entlang der Travepromenade statt.

Quelle, Ergebnisse & weitere Infos: travemuender-woche.com

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