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Blinker, Wobbler, bunte Blätter - Angeln im Herbst </10.11>
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Blinker, Wobbler, bunte Blätter - Angeln im Herbst

Wo eben noch eine dicke Forelle vor der Schilfkante schwallte, landet punktgenau der Mini-Wobbler [von Rute&Rolle Redakteur Elmar Elfers]. Verführerisch wackelt er dicht am Grün entlang. Weit kommt er aber nicht: Eine Bugwelle rollt immer schneller werdend von hinten heran und schiebt sich über den Mini- Köder. Dann explodiert das Wasser und eine prächtige Forelle schraubt sich in ganzer Länge in die milde Herbstluft. Kurz darauf landet der massige Körper im Keschernetz und es wird sicher nicht der letzte sein! Der Herbst ist eine Top- Zeit am Forellensee.
Aktiv statt passiv
Langsam färbt sich das Laub, die Tage werden kürzer und die Temperaturen angenehmer. Hingen die Forellen im Sommer noch träge im warmen Wasser, drehen sie jetzt richtig auf. Überall schwallen und springen sie. Kleinfische sind immer wieder Ziel großer Forellen, die blitzschnell in den Schwarm schießen. Die Jungs brauchen was Handfestes! Spritzen die Fischchen panisch aus dem Wasser, wissen Sie, wo Sie hinwerfen müssen. Brachten im Hochsommer noch Köder in Schleichfahrt die Fische ans Band, können Sie jetzt ein oder zwei Gänge höher schalten und Gas geben.

Fischmagnet Frischwassereinlauf
Wo jagen sie denn?
Auch im Herbst sind Frischwassereinläufe, Umwälzanlagen und Wasserpflanzen echte Hotspots. Dort gibt es entweder frischen Sauerstoff oder einen gedeckten Tisch. Beides wirkt auf die Fische wie ein Magnet. Sie fischen an einem Teich, wo das Ufer zum Teil steil abfällt? Perfekt! Hier patrouillieren die Räuber gerne. Fischen Sie parallel zum Ufer, führen Sie Ihren Köder lange auf der „Forellen-Autobahn“. Regenbogner lieben auch Wasserpflanzen. Sie finden ausreichend Deckung und können aus dem Hinterhalt zuschlagen. Fischen Sie nicht direkt über dichtem Kraut, sondern suchen Sie sich Krautlücken – da muss Ihr Köder rein! Blinker lassen sich schnell über das Grün führen. Bei Spinn-Stopps trudeln die blinkenden Kunstköder den Forellen direkt vors Maul. Ich bin kein Fan von strahlendem Sonnenschein. Vielversprechender finde ich an solchen Tagen die frühen Morgen- und späten Nachmittagstunden. Aber auch die beginnende Nacht ist spannend. Dann sind schwarze Köder Trumpf. Sie heben sich gut gegen den Nachthimmel ab. Sollten Sie aber nur tagsüber Zeit haben, suchen Sie die Fische in schattigen Bereichen: unter überhängenden Büschen oder Ästen, an Seerosenfeldern oder unter Steganlagen. Auch tiefere Gewässerbereiche sind jetzt interessant.
Oben und unten
Zeigen sich die Teichbewohner an der Wasseroberfläche, nehme ich leichte Blinker. Schwimmende Wobbler, die auf der Wasseroberfläche oder ganz knapp darunter laufen, sind ebenfalls eine gute Wahl. Ist keine Fischaktivität zu sehen, versuchen Sie es ein Stockwerk tiefer. Dafür wählen Sie Wobbler-Modelle mit einer Lauftiefe von rund einem Meter. Taucht Ihr Köder ohne Fisch aus dem Wasser auf, geht’s noch tiefer runter. In diesem Fall hänge ich Tiefläufer oder sinkende Wobbler in den Karabiner. Um Blinker auf Tiefe zu bekommen, lasse ich ihn nach dem „Wassern“ einfach kurz absinken und beginne dann mit der Fangfahrt. Kurze Pausen sind ein gutes Mittel, um den Köder nicht zu flach zu führen. Oft kommen gerade in diesem Moment die Bisse, wenn der Blinker Richtung Grund taumelt. Apropos taumeln. Kennen Sie Durchlaufblinker? Sie haben sich einen festen Platz in meiner Köderkiste gesichert. Der Köder wird auf das Fluorocarbonvorfach gezogen und ein Drilling oder Einzelhaken direkt ans Vorfach geknotet. Zwischen Köder und Haken dient eine Perle als Knotenschutz. Vorteil beim Durchlaufblinker (zum Beispiel Hansen Herring Inline über Svendsen Sport) Die Fische hebeln sich beim Drill nicht so leicht vom Haken wie bei klassischen Modellen. Zudem sind die schmalen Köder echte Weitenjäger – auch bei Wind!
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