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Ainsworths 'Loki' kann Sydney Hobart Yacht Race für sich entscheiden

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Ainsworths 'Loki' kann Sydney Hobart Yacht Race für sich entscheiden

03.01.2012
Photo By: Rolex / Kurt Arrigo

Es war einer der spannendsten Zieleinläufe in der Geschichte des Rolex Sydney Hobart Yacht Race und der knappste seit 29 Jahren. Um ganze drei Minuten und acht Sekunden nach 628 Seemeilen entthronte die „Investec Loyal“ von Sean Langman und Anthony Bell die Abonnement-Sieger von Bob Oatleys „Wild Oats XI“ (beide Australien) und machte die am Zweiten Weihnachtstag in Sydney gestartete Hochseesegelregatta um eine Legende reicher. Schon fünfmal Erster in Hobart/Tasmanien blieb dem diesmal Geschlagenen immerhin der Streckenrekord von 2005 erhalten. Mit zwei Tagen und mehr als sechs Stunden brauchten die beiden 100 Fuß (30,5 Meter) langen Yachten aufgrund mäßiger Winde für eine neue Bestmarke einen halben Tag zu lang.

Grande Finale von klassischer Matchracetaktik geprägt
Auch für den Gesamtsieg nach berechneter Zeit langte es nicht. Den holte sich im 14. Anlauf die ebenfalls einheimische Reichel Pugh 63 „Loki“ von Stephen Ainsworth, nachdem aussichtsreichen, kleineren Booten die Zeit weggelaufen war. Der atemberaubende Zweikampf der beiden Maxi-Yachten aber blieb am Constitution Dock von Hobart und in den Hafenkneipen zum Jahreswechsel das Gesprächsthema Nummer eins. Kaum jemand konnte sich erinnern, die beiden schnellsten Schiffe der traditionsreichen Regatta so dicht beieinander den Derwent River hinauf segeln gesehen zu haben, wie nun bei der 67. Auflage. Das Grande Finale war – wenn auch weiträumig – von klassischer Matchracetaktik geprägt. Auf den letzten 100 Seemeilen hatte der Abstand zueinander nie mehr als zwei Seemeilen betragen, beste Sichtweite also.

Photo By: Rolex / Daniel Forster

Sorge um Großsegel der „Wild Oats XI“sorgt für Protest
„Dieser Sieg schmeckt besonders süß“, sagte Anthony Bell nach dem dramatischen Zieleinlauf, „wir waren schon so oft Zweite hinter der ‚Wild Oats‘ nicht nur beim vorigen Rolex Sydney-Hobart, sondern bei vielen Rennen“. Doch der Eigner musste noch einen Tag bangen, ehe er die JH Illingworth Trophäe und eine Rolex Yacht-Master sein eigen nennen durfte. Denn ein Protest der Regattaleitung stand noch im Raum. Es ging um unerlaubte Hilfe von außen. Ausgerechnet Navigator Michael Coxon, dem der siegbringende Schachzug gebührte, hatte einen Helikopterpiloten am Rande eines Interviews gefragt, welche Besegelung die direkte Gegnerin gerade gesetzt habe. Vor der internationalen Jury konnte der Segelmacher jedoch glaubhaft machen, dass er sich nach einer stürmischen Nacht nur ernsthaft um das von seiner Firma produzierte Großsegel der „Wild Oats XI“ Sorgen gemacht hatte.

Gespanntes Warten auf IRC-Berechnung
Bis 8.12 Uhr Ortszeit am Freitagmorgen (22.12 Uhr deutscher Zeit am Donnerstag) hatte Stephen Ainsworth warten müssen. Bis dahin hätte Roger Hickmans Farr 43 „Wild Rose“ ankommen müssen, um den Bug vorn zu haben. Doch das Team hatte bei schwachen Winden noch rund 40 Seemeilen nach. Also gehörten der begehrte Tattersall’s Cup für den Gesamtsieg nach IRC-berechneter Zeit und ebenfalls ein edles Chronometer des Rolex Modells Yacht-Master der „Loki“. Obwohl von den vorausgegangenen Regattastrapazen völlig übermüdet hatte der Eigner in der Nacht erneut kaum schlafen können, so sehr fieberte er dem Ausgang des Klassikers entgegen. Er bedeutet das i-Tüpfelchen auf eine großartige Saison, für die Ainsworth bereits vom Cruising Yacht Club of Australia, dem Veranstalter des Rolex Sydney Hobart Yacht Race, als Hochseesegler des Jahres gewählt und ausgezeichnet wurde. „Dieser Sieg ist phantastisch und durch nichts aufzuwiegen“, freute sich Ainsworth nach der Verkündung, „wir hatten ein gutes Rennen und wurden am Ende höchstmöglich entlohnt.“

Text & Bilder: regattanews.com ; Rolex / Kurt Arrigo & Daniel Forster

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