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Star-Skipper im Segel Center
boot daily 2012
Star-Skipper im Segel Center
23.01.2012
Skipper James "Jimmy" Spithill.
Seine Muskeln wollte er dann doch nicht zeigen, und auch das Liegestütz-Duell lehnte er charmant ab. Wer James „Jimmy“ Spithill auf der Bühne im Segel Center erlebte, konnte den 32-jährigen Sportler fast für ein wenig schüchtern halten. Dabei ist der Australier ein echter Superstar. Vor zwölf Jahren war er der jüngste Skipper, der jemals ein America’s Cup-Boot steuerte. Und als vor zwei Jahren mit seinem Team Oracle Racing Crew den legendären Cup holte, gehörte er mit gerade mal 30 schon zu den erfahrenen Steuermännern. Sein diesjähriger boot-Besuch war eine Premiere. „Ich bin wirklich beeindruckt von der Größe dieser Messe. Einfach fantastisch“, schwärmte Spithill. Und die Schwärmerei ging weiter, als der Segler dem Publikum das neue Konzept des America’s Cup noch einmal erläuterte. „Alles wird endlich spannender, moderner, aufregender“, erzählte Spithill. Denn der Cup wird als großes Medienspektakel inszeniert. Nach dem Motto: Wer bemerkt werden will, muss ins Fernsehen. „Die Zuschauer erleben hautnah, wie extrem dieses Rennen ist. Wir sind an Bord mit Mikros und Kameras ausgestattet, in der Luft kreisen Helikopter und filmen dabei. Es gibt Liveübertragungen auf Großleinwände und Clips bei Youtube. Das ist Rennatmosphäre, wie es besser nicht geht.“ Wichtigster Baustein für die neue Vision des Cups sind die Rennboote: leichte, extrem schnelle Katamarane. „Jetzt findet der Wettkampf noch auf 45-Fuß-Katamaranen statt, die einheitlich gebaut sind, ab Ende 2012 dann auf 72-Fuß-Katamaranen, die jedes Team individuell entwickelt.“ Das Rennen fordert den Seglern damit viel mehr ab und ist noch athletischer geworden. Jeder noch so kleine Fehler werde sofort bestraft. Spithill: „Mittlerweile ist Segeln so spektakulär geworden, dass Kinder es richtig cool finden. Genau das wollten wir mit dieser Show erreichen!“ Natürlich kostet eine solche Show jede Menge Geld. Deshalb erwartet die Sponsoren ein besonderes Schmankerl: „Wir haben einen Gästeplatz an Bord, so etwas gibt es sonst in keinem Sport“, sagte der Skipper. Denn der Gast darf bei einem echten Rennen mit dabei sein. „Das ist, als wenn Sebastian Vettel bei einem Grand Prix einen Beifahrer hinter sich sitzen hätte.“ Besonders freut sich Jimmy Spithill, der in Sydney geboren wurde, auf den Hafen von San Francisco. Zwischen Golden Gate Bridge und Alcatraz in der Bucht von San Francisco ein Rennen zu fahren, das ist einfach unschlagbar.“
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