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Segeln: l'Hydroptère fliegt mit neuem Team und neuem Sponsor gestärkt in die Zukunft
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Segeln: l'Hydroptère fliegt mit neuem Team und neuem Sponsor gestärkt in die Zukunft
06.02.2012
Wer am vergangenen Dienstag (31. Januar) zur Pressekonferenz von Alain Thébault, Skipper des schnellsten Segelschiffes der Welt, auf der Champs Elysée in Paris eingeladen wurde, konnte ahnen, dass es sich um keine gewöhnliche Pressekonferenz handeln würde. So war der Raum im neunten Stock in der "Terrasse 50" dicht mit Journalisten gefüllt. Aber was den Skisport, die Paris-Dakar, die älteste französische Werft, ein Förderprogramm für Jugendlich und Alain Thébault zusammenbringen, muss genauer erzählt werden. Die wichtigste Tagesinformation jedoch vorweg: Alain Thébault arbeitet mit einen neuen Hauptsponsor zusammen. Sein Rekordschiff wird ab so fort den Namen "l'Hydroptère DCNS" (direction des Constructions Navales Systèmes et Services) tragen.
Transpazifikroute auf dem Programm
Kenner der Szene vermuteten schon länger, Alain Thébault könnte der Genfer See zu eng werden. Die Testphase mit dem l'Hydroptère.ch ist nun für ihn abgeschlossen, und die Trennung von seinem alten Sponsor Thierry Lombard vollzogen. Jetzt will der schnellste Mann der Welt auf einem Segelschiff wieder Seeluft schnuppern und segeln. "Ich glaube die Bergluft bekam mir nicht so gut, vielleicht arbeiten die Schweizer weiter an diesem Projekt. Ich werde mich wieder meinem eigentlichen Ziel widmen und Rekorde angreifen". Wie kürzlich auf der boot in Düsseldorf bereits angekündigt, steht in diesem Jahr die Transpazifikroute von Los Angeles nach Honolulu (4 Tage, 19 h,31 m und 37 s.) auf dem Programm, 2013 soll der 24-Stundenrekord (908,2 sm) und Rund Großbritannien (3 Tage, 3 h,49 m und 14s), beide aufgestellt von der Banque Populaire V, geknackt werden. Ein Jahr später ist der Transatlantikrekord in weniger als 3 Tagen dran. Auch diesen Rekord von 3 Tagen, 15 h, 25 m und 48 s hält die BP. Für diese ehrgeizigen Ziele in einem 3-Jahresprogramm geht Thébault neue und zugleich alte Wege.
Engagierter Sponsor
Das 9 Millionen-Budget wirft die älteste französische Werft DCNS in den Topf. Bereits unter dem Kardinal und Staatsmann Richelieu 1631 gegründet, ist sie mit einem Jahresumsatz von 2,5 Milliarden Euro 2010 weltweit Leader im Militiärschiffsbau, aber auch stark engagiert im Bereich Jugend, Soziales und Sport. "So absolvierten beispielsweise 2008 bis 2010 etwa 1885 Jugendliche eine Kurzausbildung bei der "Filières du Talent DCNS", mitgeführt von 562 Ehrenamtlichen, die sich intensiv um die Jugendlichen kümmern. Immerhin absolvierten 300 eine Ausbildung, 50 % konnten von der DCNS übernommen werden", so Christophe Lachnitt, verantwortlich für die Kommunikation der Groupe DCNS und Initiator dieser Aktion.
Vom Skifahrer zum Skipper
Aber was macht der Mann neben Alain Thébault? Luc Alphand, Jahrgang 1965, wird auf der Pressekonferenz als erfolgreicher Skiabfahrer und Paris-Dakar-Pilot vorgestellt. Er ist seit 2011 im Team der DCNS, nachdem er 2009 einen schweren Motorradunfall erlitt und seine sportliche Karriere ein plötzliches Ende fand. Auch das ist ein Anliegen der DCNS, Menschen wie Alphand eine neue Perspektive zu ermöglichen. Aus dem ehemaligen Skirennfahrer und Paris-Dakar-Pilot soll ein Hochseeskipper werden, er wird an der Seite von Alain Thébault segeln und seine "Ausbildung" fortsetzen.
Erfahrene Segler im Team
Zum "neuen" Team gehören auch die Franzosen Jean Le Cam und Jacques Vincent. Beide alte Hasen im Segelrennsport. Le Cam gehörte schon einmal zur Crew, doch er entdeckte auch die Begeisterung für das Einhandsegeln und beendete die VG 2005 und die Route du Rhum 2006 jeweils auf Rang 2. Jacques Vincent umrundete die Erde insgesamt acht mal auf verschiedenen Booten, 28 mal segelte er über den Atlantik "die Erfahrung und Leistungen beider Segler" so Thébault "ist ein reicher Schatz. Ich ziehe meinen Hut vor diesen Herren".
Flug in die Zukunft hat begonnen
l'Hydroptère DCNS steht nun vor seiner großen Bewährungsprobe. Als futuristisches Dreibein mit Geschwindigkeitsrekorden von 51,36 Knoten auf 500 Metern und 50,17 Knoten auf einer Meile gefeiert, sollen nun auch Rekorde auf den klassischen Hochseerouten fallen. Hohe Wellen und schweres Wetter galten bisher eher als unbeherrschbare Größen für den Hydrofoiler. Doch die Zeit, so Thébault, ist jetzt reif, technisch und finanziell gesehen. Man darf gespannt sein. Eines ist jetzt aber schon klar. Der "Flug" in die Zukunft hat begonnen.
Quelle: www.hydroptere.com
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