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Windsurfer Philip Köster - Ich bin ein Wettkampftyp

Reportagen & Portraits

Windsurfer Philip Köster - Ich bin ein Wettkampftyp

Philip Köster

Philip Köster lebt in Vargas auf Gran Canaria und kennt deshalb die Bedingungen dort wie kaum ein anderer. 1994 wurde er in Las Palmas geboren, seine Eltern waren 1980 aus Hamburg hierher ausgewandert, um eine Surfschule zu eröffnen. Von seinem Haus aus sind es hundert Meter bis zum Meer, „die Boards sind aufgeriggt, ich kann jederzeit aufs Wasser und trainieren“, so Köster. Sechs Stunden täglich, das ist sein Pensum. Einen Coach hat er nicht, „ich schaue mir ein bisschen von Videos oder anderen Windsurfern ab und mache dann meine eigenen Sachen“, erklärt das Ausnahmetalent seine Trainingsphilosophie.

Ablauf eines Trainingstages
So gut wie jeden Tag ist es auf Gran Canaria windig, fast immer sind die Bedingungen perfekt. „Ich stehe um 8.30 Uhr auf, frühstücke und trainiere dann rund drei Stunden auf dem Wasser. Danach esse ich etwas, ruhe mich kurz aus und fahre mit meinem Vater nach Pozo. Hier trainiere ich noch einmal knapp zwei Stunden.“ So sieht der Tag eines Weltmeisters aus, wenn er nicht gerade Wettkämpfe bestreitet oder im Fitnesscenter schwitzt.

Schwimmen, dann Surfen - Schulabschluss, dann Vollprofi
Schon als kleiner Junge fühlte er sich zum Wasser hingezogen. Schließlich lebt er auf einer Insel und sein Sternzeichen sind die Fische. Philip Köster: „Mit sechs Jahren begann ich zu schwimmen und wurde kanarischer Meister auf 50 Meter Schmetterling, weiß aber nicht mehr wann.“ Als Achtjähriger stand er das erste Mal auf dem Surfboard und danach ging es nur nach oben. 2005 wurde er Kanarenmeister im Waveriding, es folgten zahlreiche Titel, u. a. die deutsche Meisterschaft im Wave/Freestyle, der Sieg bei der Copa Espana, Auszeichnungen als Rookie des Jahres (2009), Windsurfer des Jahres bei action sports awards (2010) und erster deutscher PWA-Weltmeister im Waveriding (2011). 2010 machte seinen Realschulabschluss und reist seitdem als Vollprofi durch die Welt. Fotoshootings in Australien, Training auf Hawaii oder Wettkämpfe – da blieb zum Lernen keine Zeit mehr.

Philip Köster in Aktion

Reisen und Freunde
Philip Köster hat schon viel von der Welt gesehen. Nicht viele haben sich schon in ihrer Jugend an so vielen Orten rund um den Globus aufgehalten. „Ich reise gern“, ist Philip Köster, der oft von seinem Vater begleitet wird, mit seinem Leben zufrieden. Aber er gibt auch zu: „Meine Freunde fehlen mir schon.“ Während sie ins Kino gehen, gemeinsam abhängen oder Partys feiern, sitzt er im Flugzeug oder steht auf dem Board. „Im Winter habe ich mehr Zeit, dann hole ich das alles nach“, so der Windsurf Profi.

Vergleiche mit Robby Naish unbehaglich
Viele vergleichen den jungen Deutschen schon mit der Surf-Legende Robby Naish, doch solche Vergleiche behagen ihm nicht. „Ich muss noch so viel lernen, um ganz nach vorn zu kommen“, gibt er selbstkritisch zu. Dabei gilt er bei den Experten schon jetzt als bester Springer unter den Waveridern. 18 Meter hat er sich schon in die Luft geschraubt, so hoch wie noch kein Windsurfer vor ihm. „Ich stieg immer höher und habe an nichts gedacht, nicht mal an die Landung,“ erinnert er sich. Aber das allein reicht noch nicht, um Weltmeister zu werden. „Ich muss die Wellen noch besser abreiten und bei Wind von rechts konstanter werden, da ich auf Grand Canaria Wind von links gewohnt bin“, kennt Köster seine kleinen Schwächen.

Nervenstärke bei Wettkämpfen
Wettkämpfe wie der Reno Windsurf World Cup in Westerland auf Sylt sind für Philip immer eine große Herausforderung. Beim Super Grand Slam der PWA World Tour sind die Bedingungen wechselhaft und schwierig, hier ist der komplette Wellenreiter gefordert. „Auf Sylt kann der Wind von allen Seiten kommen, die Wellen sind unregelmäßig, die Strömung spielt eine große Rolle. Aber Köster nimmt die Herausforderung an und setzt auf seine Nervenstärke. „Ich habe bereits mit sechs Jahren als Schwimmer Rennen bestritten und kenne kein Lampenfieber. Ich bin ein Wettkampftyp.“

Quellen: windsurfworldcup.de ; pwaworldtour.com

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