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Segeln: Puma verpatzt den Start zur vierten Etappe beim Volvo Ocean Race
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Segeln: Puma verpatzt den Start zur vierten Etappe beim Volvo Ocean Race
20.02.2012
Die Trümpfe beim Volvo Ocean Race 2011/12 sind klar verteilt. Das Team „Telefonica“ hat eindeutig das beste Blatt auf der Hand. Während die Spanier als Gesamtführende weiter fleißig Punkte sammeln, leistet sich das Feld dahinter Patzer. Und mittendrin: die „Mar Mostro“ von Puma mit dem Kieler Michi Müller an Bord. Nachdem die schwarz-rote Yacht im Inport-Race von Sanya/China noch auf Platz zwei hinter der blauen „Telefonica“ die Ziellinie passierte, ging zum Start in die erneut geteilte Offshore-Etappe alles schief. Die Yachten haben noch nicht einmal Sanya verlassen, da hetzt Puma bereits einem Rückstand von über einer halben Stunde hinterher.
Aufwärtstrend im Inport-Race
Nachdem Michi Müller von einer Stippvisite in Kiel, bei der er vor allem taktische Fehler als Grund für das bisher mäßige Abschneiden der „Mar Mostro“ verantwortlich machte, wieder zum Team gestoßen war, schien im Inport-Race der Aufwärtstrend zu beginnen. Mit Platz zwei hinter der weiterhin souveränen „Telefonica“ konnte das Puma-Team um Skipper Ken Read auf Platz vier den Abstand zu den beiden vor ihnen liegenden Booten leicht verkürzen, auch wenn die Punktvorteile für die drittplatzierte „Groupama“ und „Camper“ auf Platz zwei noch beträchtlich sind. Aktuell führt „Telefonica“ mit 101 Punkten vor „Camper“ (83), „Groupama“ (73), „Puma“ (53), „Abu Dhabi“ (43) und „Sanya“ (17).
Für die vierte Offshore-Etappe von Sanya nach Auckland/Neuseeland hatte die Rennleitung erneut eine Rennteilung beschlossen. Grund ist diesmal allerdings nicht die Piratenproblematik, sondern ein Taifun, der für die chinesische See angekündigt war. Zum Schutz der Crews wurde am Sonntagmorgen nur eine Runde in der der Bucht von Sanya über 43 Meilen gesegelt, der eigentliche Start in das Rennen soll dann 24 Stunden später erfolgen, wobei die Yachten mit den Zeitabständen vom Kurzrennen vor Sanya starten. Und hier muss Puma die Konkurrenz bereits weit ziehen lassen. Über eine halbe Stunde nach der „Telefonica“ und hinter allen Konkurrenten dürfen Ken Read und Co. erst auf den Kurs.
Gefangen im Windloch
Dabei sahen sie im Kurzrennen zunächst gut aus. Ein Winddreher begünstigte die „Mar Mostro“, die zunächst das gesamte Feld anführte, dann aber in der Hoffnung auf mehr Wind in der offenen See in ein Windloch steuerte und alle anderen passieren lassen musste. Zwischenzeitlich betrug der Rückstand rund sechs Meilen. Das war nicht mehr aufzuholen, und während die übrige Flotte in Zeitabständen von wenigen Minuten das Ziel passierte, war die „Mar Mostro“ noch lange auf dem Kurs.
Quelle: www.segler-zeitung.de
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