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Prävention von Frostschäden an der Yacht </02.12>
Versichert auch im Winterlager? 03.09>
Prävention von Frostschäden an der Yacht

Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten, eine Yacht zu überwintern: In einer Halle, im Freien und im Wasser. Die Halle bietet den besten Witterungsschutz, allerdings gibt es viele Auflagen, die es einzuhalten gilt und auch der Kostenpunkt ist nicht zu verachten. Im Freien, gut abgedeckt mit einer passenden witterungsfesten Plane, kommt der Eigner jederzeit an seine Yacht heran (unabhängig von Hallenöffnungszeiten) und sie ist dank der Plane ebenfalls einigermaßen geschützt. Eine Überwinterung im Wasser ist nicht die ideale Variante, da die Yacht dort besonders stark den Witterungseinflüssen ausgesetzt und von Frost bedroht ist. Dafür ist es die kostengünstigste Variante, die im Endeffekt durch Frostschäden zur teuersten werden kann.
An oberster Stelle der Prävention von Frostschäden an der Yacht steht das Winterlager. Sollten Yachten im Wasser überwintert werden, darf das Wasser nicht einfrieren. Viele Yachten tragen schwere Frostschäden davon oder sinken infolge solcher Schäden. Je trockener ein Schiff gelagert wird, desto langsamer altert es. Eine gute Belüftung im Falle einer Hallenüberwinterung ist zu beachten.
Entleerung der Wasserleitungen und Wassertanks
Wichtig ist überdies, an die Leerung von Wassertanks und –leitungen zu denken, um ein Einfrieren und Platzen von Leitungen und Ventilen zu verhindern. Bei einer Überwinterung auf einem Außenstellplatz sollte der Zustand des Schiffes regelmäßig überprüft werden. Wenn nötig muss die Plane nachgespannt werden, das Schiff muss durchgelüftet werden, Schnee und Eis sowie Kondenswasser aus der Bilge müssen entfernt werden.

Entleerung der Kühlkreisläufe
Um Frostschäden vorzubeugen sollten auch die Kühlkreisläufe entleert werden. Bei zwei Kühlkreisläufen sollte zumindest der äußere entleert werden während der innere eine erhöhte Konzentration an Frostschutzmittel beinhalten sollte. Zudem sei es für das Schiff besser, wenn der Kraftstoff im Tank bliebe. Das verhindere die Bildung von Kondenswasser sowie leicht entflammbaren Gasen, so Holger Flindt, Leiter der Schadenabteilung bei Pantaenius Yachtversicherungen. Allerdings muss dies mit dem Betreiber des Winterlagers geklärt werden, da in der Regel nur eine limitierte Menge an Kraftstoff gelagert werden darf. Dieseltanks sollten zudem entwässert und rechtzeitig vor Ende der Saison auf Winterdiesel umgestellt werden.
Luftentfeuchter halten Räume und Geräte trocken
Geöffnete Luken im Winterlager sind nahezu sinnlos, da durch die hohe Luftfeuchtigkeit draußen genauso feuchte Luft nach innen in die Yacht zieht. Regelmäßiges Lüften ist dennoch sinnvoll, dazu sollten jedoch Luftentfeuchter aufgestellt werden, die mindestens einmal pro Winter ausgetauscht werden. Andernfalls kann sich Schimmel bilden oder die Bordelektronik funktioniert im nächsten Frühjahr nicht mehr. Daneben sollte das Schiff vor der Einwinterung gründlich geputzt werden, Gummiteile innen und außen können mit Silikon oder Talkum geschmeidig gehalten werden.
Wie überstehen Motor und andere technische Geräte das Winterlager?
Es kann nicht schaden, wenn der Motor und die Wassertanks zu Hause oder in einer Werkstatt gelagert werden, wo die Teile auch direkt gewartet werden. Zudem hilft es, den Propeller im Winterlager abzuschrauben sowie die Welle zu fetten. Um die Batterie nicht unnötig zu belasten kann der Minus-Pol jeder an Bord befindlichen Batterie abmontiert werden. Die Pole und Kontakte sollten gefettet werden. Zu guter Letzt: Die Winterplane nicht vergessen!
Quelle: www.pantaenius.de
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