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ISAF, IKA, PKRA, IKF, KPWT: Was heißt das eigentlich alles? </06.12>

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ISAF, IKA, PKRA, IKF, KPWT: Was heißt das eigentlich alles?

Kitesurfen / ©HOCH ZWEI / Philipp Szyza

Bei so vielen Abkürzungen ist es nicht immer einfach, den Überblick zu behalten. Die vier Kiteboarding-Organisationen IKA, PKRA, IKF und KPWT haben eine teils gemeinsame, teils eigenständige Geschichte und zum Teil voneinander abweichende Ziele und Vorstellungen. Im Folgenden werden die verschiedenen Kiteboarding-Organisationen vorgestellt sowie ihre Entstehung, Entwicklung und heutigen Ziele erläutert.

Es begann mit der IKA
Im Jahr 2008 wurde die International Kiteboarding Association (IKA) von einer Gruppe von Speed-Kitern gegründet. Erklärtes Ziel war, die Rekorde im Kiteboarden durch die International Sailing Federation (ISAF) als legitim anerkennen zu lassen. Die ISAF erkannte alle Rekorde und Disziplinen im Kiteboarden an und die IKA wurde als Kopf aller Kiteboarding-Organisationen direkt der ISAF unterstellt. Mehr als 40 nationale Organisationen sind derzeit mit der IKA verbunden.

Von Freunden zu Feinden: Die IKA und die KPWT
Die IKA hatte es sich zur Aufgabe gemacht, alle nationalen Kiteboarding-Organisationen zu vereinen, gemeinsame, für alle geltende Regeln aufzustellen und ein einheitliches Ranking-System einzuführen. Schon kurz nachdem die ISAF die IKA anerkannt hatte, gesellte sich die Kiteboard Pro World Tour (KPWT) zur IKA. Die andere große Tour, die Professional Kiteboard Riders Association (PKRA), verweigerte eine Kooperation. Doch die IKA wollte dies nicht auf sich beruhen lassen und stimmte ein für beide Seiten akzeptables Arbeitsabkommen mit der PKRA ab. Zur gleichen Zeit verschlechterte sich das Verhältnis zwischen IKA und KPWT drastisch. Noch im selben Jahr verbot die IKA allen KPWT-Event-Teilnehmern eine Teilnahme an Events der IKA und der PKRA.

Kitesurfen / ©HOCH ZWEI / Philipp Szyza

IKA vs. KPWT: Wer hat Anspruch auf den Titel "World Tour"?
Beide Organisationen beschuldigen sich gegenseitig des Vertragsbruchs, weswegen eine Trennung unumgänglich schien. Unterstützer der KPWT gründeten schließlich die International Kiteboarding Federation (IKF), die nun ihrerseits - zusammen mit der KPWT - für ein allgemeingültiges Regelwerk sorgt und Anspruch auf den Titel "World Tour" erhebt. Doch gerade dieser Anspruch ist der IKA ein Dorn im Auge, denn sie selbst hält sich für diejenige Organisation, der dieser Titel rechtmäßig zusteht. Würde die KPWT den Anspruch auf den Titel aufgeben, würde die IKA den Bann der KPWT-Fahrer aufheben.

Kiteboarden ersetzt Windsurfen bei Olympia 2016
Auf seiner Halbjahres-Tagung hat das ISAF-Council Anfang Mai 2012 entschieden, die Kitesurfer anstelle der Windsurfer zur Olympia 2016 zu schicken. In einer knappen Kopf-an-Kopf-Abstimmung siegte Kitesurfen knapp über Windsurfen als eine der zehn Segel-Disziplinen für Olypia 2016. Damit wird die Kiteboard-Disziplin Race den Sport bei Olympia 2016 vertreten. Ausschlaggebend war wahrscheinlich, dass Kite Race-Wettkämpfe auch bei wenig Wind ausgetragen werden können, wohingegen Windsurf-Wettkämpfe mehr Wind verlangen.

Quelle: www.thekiteboarder.com

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