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Russland unter Segeln – Siljas und Jans Fazit

Rund Ostsee für Schweinswale

Russland unter Segeln – Siljas und Jans Fazit

Central River Yachtclub St Petersburg
Central River Yachtclub -
Sankt Petersburg

Es wird immer viel diskutiert über Russland als Segelrevier. Dabei geht es nicht nur um Kaliningrad, sondern ebenso zum Beispiel um Fahrten bis St. Petersburg. Zahlreiche Gerüchte halten sich hartnäckig. Um nur ein paar zu nennen: Eine alleinige Einreise nach St. Petersburg ohne Russischkenntnisse ist nicht möglich. Die Einreiseformalitäten sind derart kompliziert, dass man besser gar nicht einreisen sollte. Die russischen Beamten sind unfreundlich und machen einem die Einreise zur Hölle...

Wir haben im Sommer 2012 den Russland-Test durchgeführt. Im April ging es nach Kaliningrad und im Juni nach St. Petersburg. Wir können resümierend feststellen, dass die Gerüchte schlichtweg Gerüchte sind. Die Anreise nach Russland wird nicht durch Formalitäten erschwert, sondern einzig und allein dadurch, dass sie verdammt lang ist. Nachteilig ist wirklich, dass man nur bestimmte Häfen anlaufen darf. So ist erster Halt auf dem Weg nach Kaliningrad Baltijsk. Und bis dahin sind es sowohl von Danzig als auch von Hel gut und gerne 60 Seemeilen. Erschwerend kommt hinzu, dass man in Baltijsk einklarieren muss, dort aber nicht übernachten darf. D.h. die dann noch ausstehenden 20 Seemeilen Kanalfahrt sind direkt nach dem Einklarieren in Angriff zu nehmen. Für die Ausreise ergibt sich das Problem dann erneut. Hier ist der Weg nach Klaipeda dann noch einmal bedeutend weiter, so dass einen nach der Kanalfahrt gute 80 Seemeilen erwarten. Des Weiteren gilt es zu berücksichtigen, dass die Grenzkontrolle und die Zollabfertigung in der Regel nur von 8 bis 20 Uhr erfolgt – und man entsprechend zu diesen Zeiten in Baltijsk erscheinen sollte.

St Petersburg vom Wasser aus
St Petersburg vom Wasser aus

Gleiches gilt für St. Petersburg. Hier ist die Anreise noch einmal deutlich länger. Man kann über Hapasaari, Santio oder direkt südlich von Gogland nach Russland einreisen, soll sich dann am Hauptfahrwasser halten und kann erst in St. Petersburg direkt einklarieren. Vorher ist ein Anlanden nicht erlaubt. D.h. es sind nahezu 100 Seemeilen zurückzulegen bis ein Anlanden möglich wird. Für den Rückweg galt bei uns das gleiche. Wobei es möglich sein müsste auch nach Vyborg zu segeln, wie Bastian Hauck es vor einigen Jahren getan hat. Das macht die Strecke jedoch auch nur unwesentlich kürzer. Hinzu kommt nun die weitere Schwierigkeit in Russland: zuverlässige Informationen. Es ist unheimlich schwer Informationen zu bekommen, was erlaubt ist und was nicht. So konnte uns keiner Auskunft darüber geben, ob wir auch in Vyborg ausklarieren dürften. Auch haben wir keine genauen Informationen bekommen, wie dicht man wirklich am Hauptfahrwasser nach St. Petersburg fahren muss und ob man nach Kronstadt noch die Segel setzen darf. Und russische Segler können hier nur bedingt weiterhelfen, denn für sie gelten gänzlich andere Regeln.

Das formale Ein- und Ausklarieren war sowohl in Baltijsk als auch in St. Petersburg problemlos. Es sind einige Formulare auszufüllen. Diese in der Regel auch mehrfach und bei nur einem Rechtschreibfehler geht das Prozedere von vorne los. Aber es ist nichts Dramatisches, man braucht schlichtweg nur Geduld und Zeit. Zudem sollte man mit einem gesunden Selbstbewusstsein auftreten und sich nicht unnötig klein machen – auch nicht zu dominant – das goldene Mittelmaß hilft am besten weiter.

Sehr häufig diskutieren die Beamten einfach nur über ihre Regeln, der eigene Bürokratismus wird oft auch für sie zum Graus. Insofern entspannen, den Anweisungen Folge leisten und abwarten. Natürlich ist die Behandlung sehr von den jeweiligen Beamten abhängig. Doch Gespräche mit anderen Seglern haben alle das gleiche ergeben: man wurde nett und zuvorkommend behandelt. Zur Einreise benötigt man einige Kopien, aber bei weitem nicht mehr unbedingt alles, was die Kreuzer Abteilung empfiehlt, zur Vorsicht bereitzuhalten. Man kann sicher nicht ausschließen, dass ein einzelner Grenzbeamter noch einmal auf die Idee kommt, derartige Dinge zu verlangen, aber das Ein- und Ausklarieren mehrerer Yachten in diesem Jahr hat gezeigt, dass in der Regel nur diese Unterlagen verlangt werden:

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