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Segeln: Schwer zu schlagen - Nie war die Extreme Sailing Series besser als im Segel-Stadion von Porto

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Segeln: Schwer zu schlagen - Nie war die Extreme Sailing Series besser als im Segel-Stadion von Porto

09.07.2012
Foto: © Roy Riley / Lloyd Images

War das Segeln in Porto am Samstag schon spektakulär, war es am Sonntag noch außergewöhnlicher und zog die größte Zuschauermenge in der Geschichte der Extreme Sailing Series an. Geschätzte 38 000 Zuschauer (etwa 66 000 während des gesamten Events) säumten am letzten Renntag die Ufer des Flusses Douro in Porto und im gegenüber liegenden Gaia oder schauten von der weltberühmten Dom-Luis-Brücke aus zu. Sie wurden Zeugen eines Tages voller Adrenalin und atemberaubender Hochgeschwindigkeits-Action. Die Segler sprachen hinter von Rennen „im Grenzbereich“ und wohl niemand an Land hätte ihnen da widersprochen.

Das Beste zum Schluss
Porto hatte sich das Beste für zuletzt aufgespart: Die acht Extreme 40s segelten unter blauem Himmel, der Wind blies kräftig und frischte bis zum Ende des Tages auf 20 Knoten und in Böen auch mehr auf. Steigende Luvrümpfe, unterschneidende Büge, extrem enge Vorbeifahrten – der Menge wurde jede erdenkliche Segel-Action geboten, und die Zuschauer brachen immer wieder spontan in Applaus aus, wenn die Profi-Teams auf ihren Segelraketen teilweise in weniger als fünf Metern Entfernung vorbeirauschten.

Zehn von 32 Rennen gewonnen
Für McMIllans Team aus dem Oman war es ein verdienter Sieg: Die Manschaft gewann in den vier Tagen zehn von 32 Rennen – mehr als jedes anderes Team – und bestimmte damit das Event in einer Art und Weise, wie man es noch nicht gesehen hatte. „Wir sind gut gesegelt, und die Chemie im Team hat wirklich gestimmt. Ich glaube, wir Fünf auf dem Boot haben uns wirklich weiterentwickelt. Ich bin wirklich glücklich. Es ist immer hart, aber hier in Porto hat es wirklich gepasst. Die Rennen waren unglaublich“, sagte McMIllan.

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Aus für Groupe Edmond de Rothschild nach Kollision
Auf der Verfolgungsjagd befand sich lange Groupe Edmond de Rothschild, und setzte dabei The Wave, Muscat, schwer unter Druck. Im dritten Rennen des Tages donnerten die Franzosen dann aber bei einem missglückten Manöver in McMillans The Wave, Muscat. Danach war der Renntag für sie beendet und auch der Platz auf dem Siegerpodest verloren.

Roman Hagara auf dem dritten Platz
Damit war der Weg frei für Roman Hagara, der sich bei seiner dritten Act-Teilnahme seinen dritten Platz auf dem Podium sicherte. Der zweite Platz stand schon vor dem letzten Rennen fest. Die österreichische Segellegende war mit dem Ergebnis zufrieden, kündigte aber nach den Rennen höhere Ansprüche an: „Das letzte Rennen war perfekt. Alle haben wirklich hart gekämpft. Auch wenn wir keine Chance mehr hatten (den Act zu gewinnen), kämpften wir doch darum.“ Zurück im Hafen richtete Hagara sein Augenmerk schon auf Act 5 in Cardiff: „Das große Ziel ist natürlich, einen Act zu gewinnen, und das haben wir beim nächsten Mal vor. Um McMillan schlagen zu können, werden wir hart kämpfen müssen. Sie haben hier sehr gut gesegelt und verdient gewonnen. Ich hoffe, wir können sie beim nächsten Act bezwingen. Nie aufgeben, immer dafür kämpfen.“

Bertarelli gut in Form
Vor dem letzen, entscheidenden Rennen, bei dem die doppelte Punktzahl vergeben wurde, hatten sich zwei unterschiedliche Duelle auf dem Wasser herauskristallisiert. Oman Air und Alinghi fochten noch um den dritten Platz auf dem Siegertreppchen. Morgan Larson, dessen Team Act 1 in Maskat, Oman, gewonnen hatte, hatte schließlich die Nase vorn. „Gewöhnlich fallen bei diesem Event die Entscheidungen erst im letzten Rennen. Wir sind wohl nicht so toll gesegelt, dass wir eine bessere Platzierung verdient gehabt hätten. Alinghi ist großartig gesegelt. Ich denke, Ernesto (Bertarelli) war bei dem starken Wind heute wirklich gut in Form, und er hat uns mächtig Druck gemacht. Es war sehr eng. Es war bis zuletzt eine offene Schlacht.“

Fred Le Peutrec ließ seinen Können aufblitzen
Der Kampf um die Plätze sechs bis acht war ebenso hart. Andrew Walsh schlug sich achtbar und schaffte mit seinem britischen GAC Pindar Team im letzten Rennen den zweiten Platz. Dennoch langte es nur für Rang sieben. Fred Le Peutrec, einer der erfahrensten Multihull-Segler der Welt, ließ sein Können aufblitzen und gewann mit ZouLou am letzten Tag eine Wettfahrt. Letztlich konnte er mit den erfahreneren Kollegen im Feld aber nicht mithalten und endete auf Platz acht. „Es war ein gutes Erlebnis. Wir haben uns von Tag zu Tag verbessert. Ohne Training, können wir eigentlich zufrieden sein. Manchmal war es schon etwas frustrierend, aber die anderen Teams sind auch wirklich gut. Das Boot ist sehr empfindlich und die kurzen Rennen im Stadion sind wirklich anders. Heute war ich zuversichtlicher, schon beim Start und auch in den Rennen. Wir hatten ziemlich gute Bedingungen – es war windig, viel Publikum, das sich auch akustisch bemerkbar machte.“

Halbzeit für die Serie
Porto hat sich als einzigartiges Stadion für die Extreme 40s erwiesen, mit spektakulären Wettfahrten, einem großartigen Publikum und der NeilPryde Racing Series als perfektem Warm-Up für die Extreme 40s. Mit vier absolvierten und vier noch ausstehenden Acts ist damit Halbzeit für die Series. McMillans Führung mag eindrucksvoll erscheinen, uneinholbar ist sie nicht. Die nächste Station ist jetzt Cardiff, die Hauptstadt von Wales, Dort wird vom 30. August bis zum 2. September Act 5 ausgetragen.

Quelle: www.extremesailingseries.con

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