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Segeln:<br />Letzte Etappe der MOD70 European Tour entscheidet über den Sieger

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Letzte Etappe der MOD70 European Tour entscheidet über den Sieger

01.10.2012
Foto: © Mark Lloyd / MOD S.A.

651 trickreiche Seemeilen der fünften und letzten Hochseeetappe entscheiden bis Dienstag (2. Oktober) über den Gesamtsieg der ersten MOD70-Europatour, die Ende August in Kiel startete. Die besten Karten im Finale, das von Marseille/Frankreich rund Menorca und den Felsen Giraglia nach Genua in Italien führt, hat die französische Segelikone Michel Desjoyeaux. Sein Team „FONCIA“ führt nach den Stadtrennen von Marseille/Frankreich und den Bonuspunkten zum Etappenauftakt mit sechs Zählern vor der „Spindrift racing“ von Yann Guichard (ebenfalls Frankreich), der auf die Mithilfe eines Dritten angewiesen ist. Das könnte Sidney Gavignets Mannschaft „Musandam-Oman Sail“, die mit dem wiedergenesenen Kieler Crewmitglied Michael Müller in den City Races Gesamtrang drei zwei Punkte vor der Schweizer „Race for Water“ von Stève Ravussin festigte. Oder die französische „Groupe Edmond de Rothschild“ von Sébastien Josse, die nichts mehr zu verlieren hat, aber noch einen Podiumsplatz gewinnen könnte. Der Etappenstart am Sonntagnachmittag (30. September) litt unter sehr leichten, südlichen Winden; die Vorhersagen für die folgenden 48 Stunden prophezeiten einen Wechsel zu stürmischen Böen mit erneuter Flaute vor dem Ziel.

Auf und Ab in Marseille
Die südfranzösische Metropole Marseille hatte sich beim gesamten Stopp der MOD70-Europatour 2012 von seiner launigen Seite gezeigt. Nach einem Auftakt mit leichter Brise zog eine Gewitterfront über den vierten Etappenort der fünfteiligen Profi-Segelserie hinweg. Am Ende konnte bei den Hafenrennen nur ein verkürztes Programm von fünf Wettfahrten gesegelt werden, das für die fünf Teams auf den 70 Fuß langen Trimaranen ein stetes Auf und Ab bot. Das glückliche Ende hatte schließlich die „Spindrift racing“ für sich. Sie gewann die City Races und verkürzte damit den Rückstand auf die Gesamtführende und in Marseille zweitplatzierte „FONCIA“ um einen Punkt. Dritte in Frankreich und auch in der Gesamtwertung: „Musandam-Oman Sail“.

Kübelweise Regen
Nach einem Schwachwindtag am Freitag präsentierte sich das Revier vor der felsigen Mittelmeerküste am Sonnabendmorgen mit einer bleiernen Schwere. Eine Regenfront in der Nacht hatte schwül-warmes Wetter und Flaute zurückgelassen – zumindest bis ein Gewitter für Abkühlung sorgte. Das dann aber auch mit Vehemenz und Ausdauer. Stundenlang ergossen sich kübelweise Regenmassen auf die Segler und Zuschauer. An einen Start war erst am späten Nachmittag zu denken. Da bot das Regattagebiet inmitten der vorgelagerten Inseln und mit dem Zieleinlauf direkt vor dem Race-Village gute, aber anspruchsvolle Bedingungen. Eine leichte Brise war durchsetzt mit einigen kräftigen Drückern und sorgte für ein Wechselspiel in den Ergebnissen.

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Foto: © Mark Lloyd / MOD S.A.
Podiumsplatz in Gefahr
Die „Race for Water“, Führende des ersten Tages, fand überhaupt nicht in die Spur, segelte nach Problemen mit dem Vorsegel zwei letzte Plätze in dem Fünferfeld ein und fiel damit noch auf den vierten Platz zurück. Dabei war Skipper Ravussin nach den guten Ergebnissen zuletzt noch hoffnungsfroh gewesen. „Wir haben uns im Laufe der Tour stark verbessert. Zu Beginn stimmten unsere Manöver nicht, aber die junge Crew hat sich nun gefunden“, so Ravussin. Nach dem schlechten zweiten Tag muss er nun aber auch in der Tour-Gesamtwertung um den Podiumsplatz fürchten.

Musandam-Oman Sail klettert auf Rang zwei
Den hat derzeit das Team aus dem Sultanat Oman inne. Mit zwei zweiten Plätzen war sie die Siegerin des Sonnabends und kletterte noch von Platz vier auf Rang drei. „Das war ein guter Tag. Aber wir hätten gern noch ein Rennen gesegelt“, sagte Skipper Gavignet, nachdem die letzte geplante Wettfahrt in erneutem Regen und Flaute unterging. „Wir haben noch viel Potenzial, sind erst bei 60 Prozent unserer Möglichkeiten angekommen“, sagte Gavignet, der das Team auch im kommenden Jahr führen und mit weiteren Kräften verstärken möchte.

Müller wieder im Geschehen
Glücklich endlich wieder an Bord sein zu können, war Michi Müller. Der Kieler hatte sich beim ersten Tourstopp vor Heimpublikum bei einem verpatzten Gennakermanöver in einem durchrauschten Fall verfangen und schwer am Fuß verletzt. Tiefe Schürfwunden rund um das rechte Fußgelenk zierten zwar immer noch sein Bein, aber „ich kann inzwischen wieder vernünftig auftreten, auch wenn es manchmal noch schmerzt“, berichtete Müller, der gern mehr Einsätze an Bord gehabt hätte. So konnte er zwischen zwei Momentaufnahmen aber immerhin die Entwicklung des Oman-Teams beobachten. „Die Mannschaft hat sich deutlich gesteigert. Die Manöver sind jetzt viel besser abgestimmt“, so Müller. Der zweimalige Weltumsegler und America’s Cup-Teilnehmer kann sich eine Fortsetzung seines Einsatzes an Bord durchaus für das kommende Jahr vorstellen. „Das wäre sicherlich eine Option. Ich hätte auch Lust, auf den Langstrecken eingesetzt zu werden. Die Bootsklasse ist sehr interessant. Wir müssen aber noch einige Gespräche führen und sehen, ob der Zeitplan passt. Meine Familie mit meiner Freundin und den beiden Kindern steht dahinter, denn die Offshore-Etappen über drei, vier Tage sind im Vergleich zum Volvo Ocean Race sehr entspannt.“ Beim Rennen rund um die Welt war der 29-Jährige an Bord der „Puma“ Zweiter und in diesem Sommer Dritter geworden.

Desjoyeaux gibt sich gelassen
Der führende Skipper Michel Desjoyeaux sah dem Showdown gelassen entgegen: „Wir werden versuchen, das Momentum zu nutzen, wollen Spaß habe und einen guten Job machen. Jeder wird auch auf diesem Teilstück Fehler machen, aber die müssen verkraftet und minimiert werden. ‚Spindrift‘ wird um jeden Preis versuchen, vor uns zu landen, aber das tun wir ja genauso. Das Rennen ist offen, denn beide Teams haben während der Europatour großartige Glücksmomente gefeiert, aber auch weniger glorreiche erlebt. Der Bessere möge am Ende gewinnen.“

Quelle: www.mod70-europeantour.com



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