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Allgemein:
Die Seenotretter der DGzRS überwachen jetzt auch Grenzwellenfunk

09.10.2012
Foto: © dgzrs.de

Gut 13 Jahre nach Auflösung der letzten deutschen Küstenfunkstelle Norddeich Radio werden auf Grenzwelle ausgesendete Seenotrufe jetzt wieder direkt in Deutschland empfangen: Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat Anfang Oktober 2012 die Überwachung des entsprechenden international einheitlichen Seefunkkanals übernommen.

Rund-um-die-Uhr-Hörwache
Dies betrifft Seenotrufe, die außerhalb der Reichweite des Ultrakurzwellen-Funknetzes (UKW) ausgesendet werden, also mehr als etwa 30 Seemeilen (ca. 55 Kilometer) entfernt von der nächsten UKW-Relaisstation an Land. Auf UKW hatte die DGzRS mit ihrer Seenotküstenfunkstelle BREMEN RESCUE RADIO bereits Anfang 1999 die Rund-um-die-Uhr-Hörwache übernommen, nachdem die Deutsche Telekom Norddeich Radio geschlossen hatte.

Auf der boot Düsseldorf sind die Seenotretter der DGZRS jedes Jahr mit einem eigenen Informationsstand vertreten und geben vor Ort gerne Tipps zur Sicherheit auf See. Abgerundet wird die Messepräsenz mit Vorträgen der DGZRS auf der Bühne des beliebten Segel Centers der boot in Halle 17.

Foto: DGzRS/Sven Junge
Seenotküstenfunkstelle BREMEN RESCUE RADIO der DGzRS
Umweg über Dänemark entfällt
Grenzwellen-Seenotrufe aus dem deutschen SAR-Bereich hat seit 1999 die dänische Küstenfunkstelle Lyngby Radio aufgefangen und an die DGzRS weitergeleitet. Dieser Umweg entfällt nun. Für diese erweiterten Aufgaben der Seenotretter ist ein zusätzlicher, 25 Meter hoher Rohrmast auf einem DGzRS-Grundstück nördlich des Butendiekswegs in Cuxhaven-Sahlenburg errichtet worden. Aus technischen Gründen muss der Grenzwellenempfang auf einer eigenen Anlage betrieben werden.

Neuer Empfangsmast in Cuxhaven
Der neue Mast wurde zwischen zwei bereits bestehenden, 80 Meter hohen Seefunksende- und Empfangsanlagen der DGzRS gebaut. Er dient ausschließlich dem Empfang der Grenzwellen-Seenotrufe. Es findet kein Dauerbetrieb statt. Sobald die Anlage einen Notruf auffängt, wechseln die Funker der DGzRS via Fernbedienung von Bremen aus für die Abwicklung des Sprechfunkverkehrs auf die seit langem vorhandenen Sendeanlagen.

Finanzierung durch das Bundesministerium für Verkehr
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, das der DGzRS die Zuständigkeit für den Such- und Rettungsdienst im Seenotfall übertragen hat, finanzierte den Bau des neuen Mastes. Dies wurde vertraglich zwischen der DGzRS und dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie geregelt.

Quelle: www.dgzrs.de

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