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Segeln:<br />Hi Fidelity gewinnt Middle Sea Race - Schümann gelingt Hattrick

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Hi Fidelity gewinnt Middle Sea Race - Schümann gelingt Hattrick

31.10.2012
Foto: © Rolex / Kurt Arrigo

Beinahe hätte es im Rolex Middle Sea Race 2012 einen deutschen Doppeltriumph gegeben. Zunächst war der Penzberger Jochen Schümann als Skipper der „Esimit Europa 2“ bei der Hochseesegelregatta zum dritten Mal in Folge als Erster im Ziel. Dann verpasste der Bonner Hans-Jürgen Riegel mit seiner „Speedy“ den Gesamtsieg nach berechneter Zeit in Valletta/Malta nach viereinhalb Tagen nur um knapp eine Stunde. Die 33. Auflage des Klassikers, der aufgrund schwacher Winde zum Geduldsspiel wurde, gewann die „Hi Fidelity“ aus Südafrika.

Streckenrekord der Rambler ungebrochen
„Das war hoffentlich die längste Ausgabe des Rennens, die wir jemals zu absolvieren haben“, meinte der dreimalige Olympiasieger Jochen Schümann nach der Zielankunft im Royal Malta Yacht Club. Die 30,48 Meter (100 Fuß) lange Supermaxiyacht hatte für die 606-Seemeilen-Strecke von Malta gegen den Uhrzeigersinn rund um Sizilien und weitere Mittelmeerinseln drei Tage, 13 Stunden, 33 Minuten und 15 Sekunden gebraucht – anderthalb Tage länger als die US-amerikanische „Rambler“ bei ihrem Streckenrekord im Jahr 2007.

Vorentscheidender taktischer Schachzug
Weil die gesegelte Bestzeit von vornherein außer Reichweite war, fokussierte sich das multinationale Team der „Esimit Europa 2“ auf die Einstellung eines anderen Rekords, der bis dahin der italienischen Yacht „Benbow“ vorbehalten gewesen war. Ihr gelang von 1975 bis 77 als einziger ein Hattrick mit drei Siegen in Folge. Entgegen der beiden ersten Triumphzüge in den Vorjahren fiel es der Supermaxi-Crew diesmal zunächst nicht leicht, sich durch- und abzusetzen. In einer trickreichen Passage durch die Straße von Messina spielte sie hinter der Mini-Maxi „Ràn 2“ des schwedischen Skype-Miterfinders Niklas Zennström nur die zweite Geige. Erst bei der Rundung der Vulkaninsel Stromboli, die charakteristischste Landmarke der Regatta, gelang der Favoritin der vorentscheidende taktische Schachzug mit einem Kurs unter Land. Von hier aus baute sie den Vorsprung aus und kam sieben Stunden vor der Verfolgerin ins Ziel.

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Foto: © Rolex / Kurt Arrigo
Entscheidung nach fünfeinhalb Tagen
Nachdem die mit Abstand größte Rennziege in einem der langsamsten Rennen, seit modernste Hightech-Yachten am Start sind, im Ziel war, dauerte es noch weitere 27 Stunden, bis das Podium nach berechneter Zeit besetzt wurde. Dabei lieferten sich die ähnlich großen Welbourne 46 „Hi Fidelity“ und die Marten 49 „Speedy“ einen spannenden Zweikampf teilweise in Sichtweite. Zwar konnte Hans-Jürgen Riegel, Geschäftsmann aus der „Haribo“-Dynastie, mit seiner französischen Mannschaft um Matchracer Dimitri Deruelle die Südafrikaner auf dem Wasser um gut anderthalb Stunden schlagen. Berechnet fehlten ihr jedoch 54 Minuten und 45 Sekunden.

Varuna mit zeigt starkes Rennen
Erst nach insgesamt fünfeinhalb Tagen auf See war klar, dass auch die maltesische Vorjahressiegerin „Artie“ nicht mehr in die Vergabe der Siegertrophäe und der edlen Rolex Armbanduhr würde eingreifen können. Sie landete vor der „Ràn 2“ auf dem fünften Rang. Ein starkes Rennen lieferte auch die neue Ker 51 „Varuna“ von Jens Kellinghusen (NRV Hamburg) ab, die nach gut viereinhalb Tagen im Ziel berechnet Elfte wurde. Dagegen reichte es für die Flensburger Rogers 46 „Shakti“ von Christoph Avenarius und Gorm Gondesen nur zum 58. Rang unter 75 gestarteten Booten, von denen 13 das Rennen aufgaben oder nicht rechtzeitig im Zeitlimit ins Ziel kamen.

Sieg in letzter Minute
Als letztes Boot gerade einmal 25 Minuten vor Ablauf des Ultimatums schaffte dies die irische Zweimann-Crew Barry Hurley und Andrew Boyle mit ihrer 35 Fuß langen „Dinah“. Sechs Tage und 20 Stunden waren sie nur zu zweit unterwegs und wurden für ihre Ausdauer bei der finalen Preisverteilung im Mittelmeer-Konferenzcenter in Valletta mit dem Klassensieg belohnt.

Sieg mit Stil
Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten aber stand Eddie De Villiers Mannschaft der „Hi Fidelity“, die dem bekannten Segelmacher Neil Pryde gehört und bereits das Rolex China Sea Race 2010 nach gesegelter und nach berechneter Zeit gewonnen hatte. Sie war eigens für diesen Event nach Europa gebracht worden. Nie zuvor in der Geschichte des 1968 zum ersten Mal ausgetragenen Middle Sea Race, das seit 2002 von Rolex gesponsert wird, hatte ein südafrikanisches Team obsiegt. Und das mit Stil: Mit einer schweren Gewittersturmbö von 37 Knoten (Windstärke acht) preschte die Yacht über die Ziellinie – eine eher untypische Szenerie für die von zähen Flauten geprägte Regatta.

Denkwürdiges Rennen
Insgesamt hatten 83 Teams aus 19 Ländern und Territorien bei der 33. Auflage des Hochseeklassikers für ein Rekordmeldeergebnis gesorgt. Die gestarteten Crews erlebten ein denkwürdiges Rennen, wenn auch nicht in punkto Bestzeiten. Viele kämpften mit der Müdigkeit, etliche mit Hunger, aber die meisten wollen wiederkommen. Die 34. Auflage soll am 19. Oktober 2013 starten.

Quelle: www.regattanews.com

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