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Elektromobilität: Hybrid-Boote sind im Kommen

boot 2014 Blog - Persönliche Einblicke in die Szene von Detlef Jens

Elektromobilität: Hybrid-Boote sind im Kommen

Detlef Jens - Der blog Autor

Detlef Jens, Jahrgang in Nebel der Zeit verschollen, ist Journalist, Autor, Übersetzer und Blattmacher; seit 2013 auch Festival-Veranstalter (Literaturboot-Festival). In erster Line aber Segler und ein großer Liebhaber maritimer Bücher. Nach einer leicht verworrenen, tendenziell stets abenteuerlichen Vita mit vielen Jahren in verschiedenen Ländern und, besser noch, mehreren Jahren als Liveaboard auf ebenfalls verschiedenen Schiffen, lebt er nun, ebenso wie seine drei Kinder, in Flensburg und dort (vorübergehend?) an Land.


 
 
Torqeedo Außenborder / Foto über Detlef Jens
E-Außenborder von Torqeedo

Das ist längst zeitgemäß: Auch auf dem Wasser elektrisch unterwegs zu sein. Dazu gibt es verschiedene Ansätze, auf der Messe zu sehen ist zum Beispiel das Hybrid-Boot Ethos 30, motorisiert mit einem Diesel-elektrischen Hybridantrieb und auch sonst mit einigen sehr spannenden, innovativen Ideen wie zum Beispiel einer modularen Bauweise, dank derer der Bootseigner das Boot auch nach dem Kauf noch selber umbauen und modifizieren kann (zu sehen in der Halle 4, Stand C 59, Infos: www.azurembark.com).

Schon seit vielen Jahren elektrisch auf dem Wasser unterwegs, bis jetzt allerdings vor allem mit kleineren Außenbordmotoren, ist die Firma Torqueedo aus Starnberg (Halle 10, Stand E 40, Infos: www.torqueedo.com). Nun präsentiert diese Firma auch den ersten elektrischen Innenborder – und ein ganzes Mobilitätskonzept für Yachten, am Beispiel eines Katamarans, der mit Elektroantrieben ausgerüstet ist und der einen Diesel-Generator eigentlich nur noch als „Range Extender“ an Bord hat.

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Die Utopie, die heute zum Greifen nahe ist, heißt ja auf einem energetisch autarken Schiff unterwegs sein zu können, ohne fossile Energie verbrennen zu müssen – ein Segelschiff, dass einerseits über hocheffiziente Batterien zum Lagern der Energie verfügt, wie auch über intelligente Systeme zum Energiemanagement an Bord und, vor allem, über Wind-, Wasser- und Solartechnologie zum Gewinnen von Energie - vor Anker wie, vor allem, während des Segelns. Mit anderen Worten: Vollkommen unabhängig vom Landstrom oder Diesel- oder Benzinmotoren mit einem neutralen „Carbon Footprint“ an Bord leben zu können. Und das, ohne auf modernen Komfort verzichten zu müssen.

Elektroantriebe für Boote / Foto über Detlef Jens

Unmöglich? Nein. Ein Beispiel für die Machbarkeit dieser Idee ist Wubbo Ockels, Astronaut und Professor für Luft- und Raumfahrttechnik an der TU Delft – 1985 flog er mit der Space Shuttle Challenger für sieben Tage in den Weltraum. Seither setzt sich der begeisterte Segler auch für Nachhaltigkeit in allen Lebensbereichen ein. Konsequent rüsteten er und seine Frau ihre Yacht „Ecolution“ entsprechend aus. „Wir haben jede Menge Energie an Bord, die aus Sonne, Wind und Wasser erzeugt wird. Die Botschaft dieses Schiffes lautet: Nachhaltigkeit bedeutet nicht weniger, es bedeutet anders, und mehr Spaß“, so Ockels. „Wir haben genug Energie für eine Waschmaschine, einen Geschirrspüler, Trockner und Mikrowelle!“ Sogar einen bordeigenen Hamman gibt es auf der 26-Meter-Ketsch. Nach den Berechnungen des Physikers sollen schon vier Tage segeln ausreichen, um die 120 Bordbatterien mit genug Energie für drei Wochen aufzuladen.

Die Technik macht es möglich, auch heute schon. Ein weiteres Beispiel dafür sind die „African Cats“, große Fahrtenkatamarane, die ein ebenfalls niederländischer Unternehmer in Südafrika bauen lässt: Auch sie ausgerüstet mit Elektromotoren und modernen Batterien sowie die Möglichkeit, Strom vor allem durch Hydroenergie beim Segeln zu gewinnen.

 
 
Mit dem Fahrtenkatamaran unterwegs / 40-01-Bretagne-004

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Kommerziell am erfolgreichsten auf diesem Gebiet ist die Firma Torqueedo des innovativen Unternehmers Christoph Ballin: Weltmarktführer bei elektrischen Außenbordmotoren. Torqueedo-Außenborder sind schlicht Wegweisend. Natürlich verursachen sie keine Abgase, aber sie sind sogar in einer umfassenden Analyse, von der Herstellung bis zum täglichen Einsatz, besonders umweltfreundlich: Dank konsequenter Leichtbauweise schon in der Herstellung Ressourcen- und Klimaschonend und im laufenden Betrieb besonders effektiv – laut Angaben des Herstellers kommt ein Torqueedo-Außenbordmotor des populären Modells „Travel“ mehr als zehn Seemeilen weit. Mit einem Batterievorrat, der den gleichen Energiegehalt hat wie nur 40 Gramm Benzin! Und das ohne Geruch, ohne Lärm, ohne Verschmutzung durch Abgase oder auslaufendes Öl oder Benzin… Aufgeladen werden kann die Batterie des Außenborders am Stromnetz, aber auch durch Solarzellen.

Nun hat Torqueedo die Firma „Moonwave“ übernommen, um deren innovative Konzepte auch „Marktgerecht“ umzusetzen und zu realisieren. Hier geht es wieder um ein autarkes System der Energieversorgung und des Antriebs für Katamarane in der Größenordnung zwischen 12 und 20 Meter Länge. Mittels Elektronantrieben und einem intelligenten Bordsystem, das verschiedene Elemente miteinander vereint: Aircondition und Motorbetrieb ohne Lärm. An- und Ablegen mit einem intelligenten Joystick-System, das die drehbaren Antriebe direkt steuert. Elektrisches Kochen – kein Gas oder andere Brennstoffe mehr an Bord. Nur noch elektrische Energie, die vor allem durch Wind und Sonne gewonnen wird; notfalls auch durch einen einzigen Dieselgenerator, der als optionales Back-Up geplant werden kann. Schon im kommenden Jahr soll dieses integrierte System so ausgereift und getestet sein, dass es am Markt angeboten wird – für Neubauten, aber auch zum Um- und Nachrüsten bereits segelnder Katamarane.
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Keine Frage – die Zukunft für nachhaltige Energiewirtschaft an Bord hat begonnen! Moderne Fahrtenyachten können damit nicht nur noch umweltfreundlicher, sondern auch komfortabler und unabhängiger von jeglicher Landversorgung werden. Und für den Anfang kann man ja schon einmal sein Beiboot mit einem Torqueedo-Außenborder bestücken…

- Zum vorherigen blog-Eintrag - Fahrtenkatamarane...
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