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Zur Messe gibt es international keine Alternative

Reportagen - Archiv

Zur Messe gibt es international keine Alternative


boot-Chef Abdul-Rahman Adib mit
dem belgischen König auf der boot

Messen sind ohne Alternative
Der Projektleiter der weltgrößten Wassersportmesse „boot Düsseldorf“, Abdul-Rahman Adib, hat in einem Interview mit BoatsYachtsMarinas.com die Bedeutung der großen internationalen Bootsmessen für die Wassersportwirtschaft unterstrichen. „Natürlich gibt es zusätzliche Marketingkampagnen und Serviceaktivitäten, um Anbieter und Kunden in Kontakt zu bringen, aber zu den Messen gibt es keine Alternativen.“ Der Düsseldorfer Messeleiter widersprach damit auch der These des US-amerikanischen Genmar-Vorstands Irwin Jacobs, der in einem Brief an die amerikanischen Genmar-Händler argumentiert hatte, die kostspieligen Großstadt-Bootsschauen seien keine ökonomisch sinnvollen Marketinginstrumente mehr.

Mittelfristig gute Chancen für den Yachtsport
Trotz der derzeit schwierigen Lage aufgrund der wirtschaftlichen Probleme vieler Nationen weltweit und dem schwelenden Konflikt im Irak und dem Nahen Osten sieht Abib mittelfristig große Chancen für eine positive Entwicklung auf den weltweiten Wassersportmärkten. „Yachtsport und Wassersport gehört zu den schönsten Freizeitaktivitäten, die es gibt. Es ist vor allem ein sehr familienfreundliches Hobby“, begründet er diese Einschätzung.

Internationale Messen schaffen Perspektiven
In allen touristischen Regionen der Welt ist inzwischen das Potential des Wassersports für diese Gegenden erkannt worden, so dass überall neue Marinas geplant und gebaut werden. In den vergangenen Jahren hatte die Wassersportbranche jährlich Zuwächse von 10 bis 15% zu verzeichnen. Für die Zukunft, so prognostiziert Adib, werden sich neue Märkte in Osteuropa erschließen, die über die internationalen Messen in Westeuropa abgedeckt werden können. „Die Premiere unserer Messe ‚Sport Life’ in Brno, Tschechische Republik, war sehr erfolgreich, alle waren zufrieden.“


Treffpunkt Messehalle: der persönliche Kontakt ist ausschlaggebend.


Zusammenarbeit von Ausstellern und Messe birgt Chancen
Insbesondere für die internationalen Märkte bleiben die großen, internationalen Wassersportmessen von zentraler Bedeutung, um den Kontakt zwischen Anbietern und Kunden herzustellen. Für Unternehmen, die nur für eine bestimmte Region produzieren, reicht es lokale Maßnahmen zu ergreifen, doch wer international mitmischen will, kann auf den internationalen Treffpunkt einer großen Messe wie Düsseldorf oder Genua nicht verzichten: „Es hängt sehr von der Region ab, von der Bedeutung des Marktes vor Ort", erläuterte Adib. Der Messe-Macher aus Düsseldorf hat aber auch Ideen, was die Entwicklung der Beziehungen zwischen den Ausstellern und den Messen betrifft. So sollten seiner Ansicht nach in Zukunft die am internationalen Markt erfahrenen Messen den Händlern Hilfestellung leisten, um die örtliche Vermarktungs- aktivitäten professioneller und kosteneffektiver zu gestalten.

Internationale Messen für internationale Geschäfte
Ein solches Konzept gewinnt schon deshalb zunehmend an Relevanz, da die Globalisierung auch vor der Wassersportbranche nicht halt macht. Für die Global Player in der Branche werden die internationalen Messen der Schwerpunkt bleiben. „Es gibt nun mal keinen anderen Ort auf der Welt – nicht in London, Paris oder Miami – an dem eine Werft ihre Modellpalette so attraktiv präsentieren kann wie bei uns in den Hallen 6 und 16“, zeigte sich Adib zuversichtlich, mit der boot Düsseldorf auch in Zukunft eine gewichtige Rolle am Markt zu spielen.

Neue Wege für regionale Vermarktung
In der regionalen Vermarktung übernimmt der Händler nach Ansicht von Abdul-Rahman Adib wesentliche Aufgaben, die große Präsentation auf einer Messe in unmittelbarer Nachbarschaft der Konkurrenz bietet aber entscheidende Vorteile, wenn es um die Darstellung der Marke in den internationalen Märkten geht. So etwas lässt sich mit einem markeninternen Ausstellungskonzept, wie es Genmar-Vorstand Irwin Jacobs vorgeschlagen hat, gar nicht umsetzen. „Vielleicht kann Mr. Jacobs an seinem Budget für lokale, regionale und sogar nationale Shows etwas einsparen, aber ich bin mir sehr, sehr sicher, dass er seine Vorstellung hinsichtlich des internationalen Auftritts von Genmar noch einmal überdenken muss“, resümierte Adib.

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