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Pouch Boote rudern auf Erfolgskurs
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Pouch Boote rudern auf Erfolgskurs
Bitterfeld/Pouch (dpa) - Die Pouch Boote GmbH (Landkreis Bitterfeld), einziger Faltboothersteller in den neuen Ländern, schwimmt nach eigener Einschätzung auf Erfolgskurs. "Der Grund für die gute Nachfrage ist, dass unsere Wasserfahrzeuge keinen Liegeplatz benötigen und sich auf wenig Platz bequem transportieren lassen", sagte Inhaber Ingolf Nitschke am Freitag der dpa. Zudem gebe es einen Trend zur Nostalgie. Zur internationalen Messe boot Düsseldorf im Januar 2004 wird die Poucher Firma ein kurzes zweisitziges Faltboot vorstellen.
Beliebtes Familien-Kanu
"Das 23 Kilogramm leichte Boot ist für Menschen gedacht, die einfach ohne Gepäck mitzunehmen auf dem Wasser paddeln wollen", sagte Nitschke und erklärte: "Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wollen ja immer mehr Menschen in Deutschland einen abwechslungsreichen und preiswerten Urlaub. Wasserwandern mit einem Faltboot liegt im Trend. Im nächsten Jahr will der Zehn-Mann-Betrieb rund 250 Boote verkaufen und 900 000 bis eine Million Euro Umsatz machen. "Wenn alles gut läuft, könnten dann auch ein bis zwei Leute eingestellt werden", sagte Nitschke. Die Faltboote werden hauptsächlich nach Berlin, Dresden, Hamburg, München und Düsseldorf geliefert. Zudem gibt es Exporte nach Schweden, die Schweiz, England sowie in die USA und die Beneluxstaaten. "Renner unter den fünf in Pouch gebauten Bootsklassen ist derzeit das Familien-Kanu für vier Personen", sagte der Geschäftsmann.
Ein Drittel des Umsatzes im Zubehör
Etwa ein Drittel des Firmenumsatzes erzielt Nitschkes Firma mit Zubehör. Zudem präsentiert sie sich als "gläserne Werkstatt" mit einem Faltbootmuseum für die Besucher. Ebenso gibt es einen Kanu- und Outdoorshop sowie ein Center für gebrauchte Boote. Mit der Flutung zahlreicher Tagebaurestlöcher entstehen auch für die Poucher Faltbootbauer neue Geschäftsfelder. Ganz in der Nähe der Firma werden am Strand des Goitzsche-Sees im nächsten Jahr eine Faltboot-Teststrecke und ein Bootsverleih aufgebaut.
DDR und BRD-Zeiten
Zu DDR-Zeiten produzierten 65 Beschäftigte pro Jahr rund 7000 Boote der Marke "Favorit". Auch Zelte aus Pouch waren begehrt. 1991 wurde der Betrieb als so genanntes Management-Buy-Out privatisiert. Neben dem Unternehmen in Sachsen-Anhalt gibt es noch in Rosenheim (Bayern) einen Hersteller von Faltbooten.
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