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Das Segelrevier der Ionischen Inseln </11.03>
Mittelmeer
Das Segelrevier der Ionischen Inseln

Karte von Maestros Yachting
Die Crew des AKC-Charterbreviers segelte eine 45-Fuß Yacht zwischen den Ionischen Inseln Lefkas, Ithaka und Kefallonia (Kephallinia) und wurde überrascht von neuen, unerwarteten Eindrücken.
Schwachwindrevier mit regelmäßigen Winden
Grundsätzlich sind die Inseln "hinter dem Wind" als Schwachwindrevier einzuordnen, denn durch ihre Abdeckung nach Westen hin präsentiert sich die See oft wie ein großes Binnenmeer. Das berechtigt zur Einschätzung als Einsteiger- und Familiendestination, denn auch die terrestrische Navigation ist denkbar einfach, ist man doch vielfach überrascht, wie dicht die einzelnen Inseln zusammen liegen. Wer aber seinen Chartertörn nahezu ausschließlich unter Maschine bestreiten musste, hat die Heimat des Odysseus zum falschen Zeitpunkt als Törnziel ausgesucht. Anfang Juni kommt - und geht - der thermische Nordwestwind täglich zu fast identischen Uhrzeiten, so dass die Crew die Tagesabläufe danach einrichten kann. Das heißt ausschlafen, ausgiebiges Baden am späten Vormittag, Mittags sich langsam auf den Weg machen, um anschließend bis in die frühen Abendstunden unter besten Bedingungen das Tagesziel anzusteuern.

Eine kleine Rundfahrt
Und landschaftlich reizvolle, geschichtlich interessante Ziele gibt es im Ionischen Meer reichlich. Die größten Charterflotten befinden sich auf Korfu und in Lefkas, wobei man von Lefkas aus zwei lange Tagestörns spart - der Rücktörn Korfu gegen den Wind - wenn ausschließlich im Inselreich "gebuchtelt" werden soll. Wir starteten in Lefkas von der neuen, eindrucksvollen, mit allen notwendigen Einrichtungen versehenen Marina Lefkadas aus. Ein sehr angenehmer Startpunkt, da Lefkas über alle Versorgungseinrichtungen verfügt, und die Marina nach rund 20 Taximinuten vom Regionalflughafen erreichbar ist. Nach kurzer Kanalfahrt segelten wir mit Backstagsbrise an der Onassis-Insel Skorpio vorbei, ließen das stark frequentierte Nydri an Steuerbord liegen, passierten die mit Buchten gesegnete Insel Meganissi, um rechtzeitig zum Abendessen in Sivota im Süden Lefkas festzumachen.

Wie in fast allen griechischen Häfen hat man die Wahl zwischen römisch/katholisch am Kai festmachen, oder freiem Ankern in der Bucht. Sicher liegt man in Sivota in beiden Fällen, und blickt von den Tavernen im Hafenrund nach leckerer Vorspeise und gegrilltem Schwertfisch auf "seine" Yacht. Phiskardo an der Nordspitze von Kefallonia ist für den Chartersegler "Pflicht" , denn der Hafen darf sich zu den schönsten Zielen in den Ionischen Inseln zählen. Zwar lassen sich die Gastronomen den Aufenthalt im pittoresken Ambiente gut bezahlen, doch Phiskardo ist Griechenland pur. Man liegt entweder am Kai, oder vor Anker in der Bucht mit Landverbindung, um der Fähre ihre Einfahrt zu lassen.
Zweiter Teil












