Kanarische Inseln

Segeln vor den Inseln des ewigen Frühlings

Kanarische Inseln - Foto: pixabay
Die Kanarischen Inseln sind für viele Segler und auch Motoryachtbesitzer, die eine Atlantiküberquerung planen, ein letzter Stopp vor der großen Reise. Das hat durchaus Tradition: Schon Christoph Kolumbus brach von dort zu mehreren seiner Entdeckungsreisen über den großen Teich auf, um zu beweisen, dass sich hinter den Kanaren nicht das Ende der Welt befindet, wie bis Ende des 15. Jahrhunderts tatsächlich angenommen wurde.
Fahrten- und Regattasegeler aller Altersklassen
Vor allem im Herbst kann man viele Segler bei den letzten Vorbereitungen vor der Fahrt gen Westen in dem Revier antreffen. Ein besonderes Highlight ist die jährlich gegen Ende November stattfindende Atlantic Rally for Cruisers (ARC), bei der um die 200 Segelyachten – Einrumpfboote und Fahrtenkatamarane - von Las Palmas auf Gran Canaria aus zur freundschaftlichen Wettfahrt über 2700 Seemeilen in die Karibik aufbrechen. Fahrten- und Regattasegeler aller Altersklassen kommen dabei zusammen, denn im Vordergrund der Rallye steht die Atlantikquerung in sicherer Gemeinschaft. Auch Motoryachten können in einer eigenen Gruppe teilnehmen.
Archipel mit sieben Hauptinseln
Aber es muss ja nicht gleich der Atlantik überquert werden, wenn man das Revier besucht, obwohl die vorherrschenden nordöstlichen Passatwinde das Segeln von Ost nach West stark begünstigen. Die Kanarischen Inseln selbst, als Archipel mit sieben Hauptinseln - Teneriffa, Fuerteventura, Gran Canaria, Lanzarote, La Palma, La Gomera und El Hierro - alle vulkanischen Ursprungs, sind für sich eine Region, für deren Erkundung man sich einige Zeit lassen kann und sollte.

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Beeindruckende Vielfalt der Kanaren entdecken
Ein Revier mit rund 250 Seemeilen von West nach Ost und knapp 100 sm von der nördlichsten bis zur südlichsten Insel, geografisch näher an Afrika gelegen und davon als Region durchaus auch kulturell und kulinarisch beeinflusst, aber politisch zu Spanien gehörig. Landschaftlich haben die Kanarischen Inseln eine beeindruckende Vielfalt zu bieten: Von Wüsten und Lavafeldern über den schneebedeckten schlafenden Vulkan Pico de Teide mit seinen über 3700 Metern Höhe auf Teneriffa bis zu grünen Tälern und Buchten mit Sandstränden ist auf den Inseln alles zu finden.
Kanarische Inseln - Foto: pixabay
Kanarische Inseln - Foto: pixabay
Kanardische Inseln - Foto: pixabay
Kanarische Iseln, Häfen & Segelbedingungen
Da das Revier so vielfältig ist, verwundert es nicht, dass die Anzahl an Yachtbesitzern, die einen dauerhaften Liegeplatz für ihr Boot auf den Kanarischen Inseln buchen, stetig wächst. Wegen der guten Erreichbarkeit (8 Flughäfen) und der Nähe zu Europa steigt auch die Beliebtheit von Charterangeboten in der Region immer weiter an. Um alles zu entdecken und die vielfältigen Möglichkeiten des Reviers voll auszuschöpfen, wird man leicht zum Wiederholungstäter. Hilfreich dabei ist, dass die Inselgruppe mit frühlingshaften 15 bis 20°C während des Winters und Temperaturen, die auch im Sommer die 30° Marke nicht übersteigen ein angenehmes Ganzjahresrevier ist. Grund ist die besondere Lage der Kanarischen Inseln zwischen dem 27. und 29. Breitengrad. Der dort herrschenden Hitze wirken der Kanarenstrom, der kühlere Wassermassen von Norden her mit sich führt und die Passatwinde, die auf den Inseln mit einer bemerkenswerten Regelmäßigkeit wehen, entgegen, wodurch das durchgehend milde Klima in einem Gebiet nahe der Sahara resultiert.

Segelbedingungen - anspruchsvoll & abwechslungsreich
Der von Norden her einfließende Kanarenstrom als Ausläufer des Golfstroms wie auch Strömungen zwischen den einzelnen Inseln, Fallwinde und Böen hinter Landabdeckungen, stärkere Winde zwischen den Inseln und die hohen Atlantikwellen gerade bei achterlicher See müssen in den einzelnen Törnplanungen berücksichtigt werden. Diese Faktoren machen das Gebiet zu einem abwechslungsreichen, fordernden, aber dennoch kalkulierbaren Revier, gerade für Segler, die erste Hochsee-Erfahrungen sammeln möchten – ideal, um schon in kurzer Zeit viel dazuzulernen.
Kanarische Inseln - Foto: © Pixabay
Kanarische Inseln - Foto: pixabay
Die einzelnen Inseln - jede eine Welt für sich
Die kleinste und westlichste Insel der Kanaren ist El Hierro. Lange Badestrände findet man auf ihr nicht, dafür hat die dünn besiedelte und touristisch weniger erschlossene Insel mit ihren Steilküsten, vulkanischen Höhlen und der 1500 Meter hohen Hochebene landschaftlich viel zu bieten. Vor Allem vor der Küste im Südwesten lohnt es sich, einen Stopp zum Schnorcheln einzulegen. Nördlich von El Hierro liegt La Palma, die wohl grünste der Inseln, auf der Bauernhäuser in traditionellem Stil und malerische Dörfer mit ihren Tavernen zum Besuch einladen. In einem Bogen ostwärts geht es weiter über La Gomera, Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura bis zur nordöstlichsten der Hauptinseln Lanzarote. La Gomera eignet sich sehr gut, um eine Wandertour auf festem Boden zu unternehmen. Auf Teneriffa befindet sich der Pico del Teide, Spaniens höchster Berg. Dieser und die Steilküste von Los Gigantes auf der Westseite Teneriffas bieten vom Boot aus imposante Ansichten. Gran Canaria und Fuerteventura als beliebte Urlaubsziele locken viele Touristen im Jahr mit ihren langen Sandstränden. Mit dem Boot lassen sich aber auch nicht so leicht zugängliche, verstecktere Buchten zwischen den „Barrancos“ (Schluchten) entdecken.

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Abstecher in den Nationalpark Timanfaya
Wer von Lanzarote aus zum Törn aufbricht, sollte unbedingt zu Beginn oder als Abschluss der Reise einen Abstecher in den Nationalpark Timanfaya machen. Dort kann man bei eindrucksvollen Demonstrationen viel über Vulkanismus erfahren, die zerklüftete Kraterlandschaft und Lavaflächen bestaunen und mit der Bootscrew auf einer Anhöhe des Parks in einem Restaurant einkehren, in dem das Essen rein mit Hilfe vulkanischer Hitze zubereitet wird – ein echtes Highlight.
Moderne Sporthäfen - entspannte Atmosphäre
Auf jeder der großen Inseln gibt es mindestens eine gut ausgebaute Marina. Puerto Calero auf der Insel Lanzarote als Beispiel wurde mit der Zeit zu einem der modernsten Sporthäfen der Kanaren ausgebaut - auch verglichen mit Häfen auf dem spanischen Festland. Zur Ausstattung gehören Internetzugang, ein Travel-Lift mit 100 Tonnen Maximalgewicht, ein eigener Wetterdienst und eine ganze Reihe guter Restaurants, Bars sowie Einkaufsmöglichkeiten. Günstiger Ausgangspunkt für eine Yachtcharter ist Lanzarotes Puerto Calero aufgrund der Nähe zu Fuerteventura und dem im Norden gelegenen Chinijo-Archipel. So kann sich die Crew bei einem etwas kürzeren ersten Tagestörn zunächst mit dem Schiff vertraut machen, bevor in größeren Etappen die weiter entfernten Inseln angesteuert werden. Sollte es im Hafen von Las Palmas auf Gran Canaria während der Atlantic Rally for Cruisers zu voll sein, ist der neue Yachthafen "Pasito Blanco" mit seiner isolierten Lage für viele Yachtcharter-Crews, die es etwas ruhiger mögen, eine attraktive Alternative. Dort findet man an allen Anlegestellen Versorgung mit Wasser und Strom und der Hafen wird rund um die Uhr bewacht. Generell sind die Bewohner aller Inseln freundlich und naturverbunden. So geht das Leben insgesamt recht geruhsam vonstatten auf den Kanarischen Inseln.
27/05/2011

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