19.01.2018

Hamburger Yacht-Versicherung Schomacker Versicherungsmakler GmbH

Wenn's kracht: Regattaschäden richtig absichern

Versicherungsbedingungen sind nicht immer leicht zu lesen und der Laie kann leicht etwas übersehen. Bevor die Meldung zur Teilnahme an Regatten erfolgt, ist es daher wichtig, den Versicherungsschutz fürs Schiff zu überprüfen. Ist das Regattarisiko automatisch eingeschlossen? Muss eine Zusatzvereinbarung abgeschlossen werden?

Auf gar keinen Fall sollte auf eine Yacht-Haftpflicht-Versicherung verzichtet werden, diese wird auch regelmäßig von den Regattateilnehmern verlangt, die Prämien sind sehr gering und sie schützt den Eigner vor Ansprüchen von Dritten. Im Idealfall ist das Risiko, an Regatten teilzunehmen, automatisch sowohl in der Yacht-Haftpflicht- als auch in der Kaskoversicherung enthalten.

Unbedingt beachten sollte jeder Eigner, dass es sich bei der Yacht-Haftpflichtversicherung um eine gesetzliche Verschuldenshaftung handelt. Das bedeutet, dass einem Dritten ein Schaden nur dann ersetzt wird, wenn der Verursacher schuldhaft gehandelt hat. Liegt kein Verschulden vor, kümmert sich die Yacht-Haftpflichtversicherung auch um die Abwendung unberechtigter Ansprüche. Die Schäden hat jeder Geschädigte in diesen Fällen selbst zu tragen. Daher ist eine eigene Yacht-Kaskoversicherung sehr wichtig - denn nur sie ersetzt den Schaden am eigenen Boot. „Auch kleine Rammschäden können schon ins Geld gehen, die Prämie für eine leistungsstarke Kaskoversicherung ist also gut angelegt,“ so Andreas Medicus von der Hamburger Yacht-Versicherung Schomacker.

Kollisionsschäden auf See können teilweise ein sogenanntes Mitverschulden des Vorfahrtsberechtigten bedingen, selbst bei ansonsten klaren Vorfahrtsregeln, wie Lee vor Luv oder Backbordbug vor Steuerbordbug. Wie hat sich der Vorfahrtsberechtigte verhalten, hat er den Kollisionsgegner gesehen ggf. gewarnt? Oder hat er stur, ohne Ausguck zu halten, seinen Kurs beibehalten und überhaupt keine Anstalten gemacht, die drohende Kollision abzuwenden. Hier kommt immer auch die Frage nach dem sogenannten Manöver des letzten Augenblicks. All dieses wird heute von den Kasko- und Haftpflichtversicherern geprüft und bewertet und kann dazu führen, dass der vermeintlich Vorfahrtberechtigte seinen Schaden zumindest zu einem Teil selber tragen muss und sich ggf. auch den Reparaturkosten des Unfallgegners beteiligen muss. Hier wären dann sogar sowohl die eigene Kasko- als auch die Haftpflichtversicherung gefordert.

Mit einer Skipper-Haftpflichtversicherung lassen sich auf Wunsch auch Charter-yachten für die Teilnahme an Regatten versichern. Dieses geschieht aufgrund des potentiell höheren Risikos allerdings nur als spezieller Einschluss und muss individuell angefragt werden.

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