Zypern - Ein Platz zum Ankerwerfen II

Lebendige Städte, unberührtes Land

Zypern - Foto: pixabay
Selbst im Dezember und dann spätestens wieder ab März sind die Tagestemperaturen auf Zypern  mit 20 Grad und mehr frühlingshaft angenehm. An den meisten Tagen weht eine handige Brise und es gibt auf der Insel genug zu erforschen, um uns zwei Wochen lang beschäftigt zu halten. Während eines mehrtägigen Landausflugs mit dem Leihwagen besuchen wir die Hauptstadt Lefkosia, auch Nicosia genannt.
Die Altstadt von Lefkosia ist schnell erforscht und nach einem Lunch im nett hergerichteten Rimi Hotel im malerischen, aber auch sehr touristischen Viertel von Laiki Gitonia direkt hinter der alten Stadtmauer zieht es uns hinaus in die Berge. Das Troödos-Massiv erhebt sich im Südwesten der Insel und war schon immer eine Zuflucht nicht nur für politisch oder religiös Verfolgte, sondern auch für die wohlhabenderen Zyprioten, die sich hier noch heute vor der sommerlichen Hitze Lefkosias retten. Kühle Pinienwälder, schmale, sich an den Hängen entlang schlängelnde Gebirgsstraßen und im Vergleich zur Küste ruhige Dörfer sind ein wunderbarer Kontrast zum typischen Strandleben unten am Meer, das wir hier und dort meinen in der Ferne erblicken zu können.
Wintersport - Sommersport
Sogar einen Skiklub gibt es hier, an den Hängen des 1952 Meter hohen Olymp. Zwar nimmt sich die Blechhütte mit Cafeteria und Skiverleih im alpinen Vergleich recht bescheiden aus, dafür bleibt hier das Skifahren an sich ein exklusives Erlebnis. Ab Januar bis Ende März, so wird uns versichert, sei die Gegend um den Olymp relativ schneesicher. Im März könnte man also zwei sonst eher weniger kompatible Aktivitäten miteinander verbinden: Segeln in der frühlingswarmen Sonne entlang der Küste und Skilaufen in den Bergen, die keine zwei Autostunden von den Häfen entfernt sind.

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Troödos - Foto: pixabay
Zypern - Foto: pixabay
Zypern  - Foto: pixabay
Zur Geschichte
Zurück ans Meer und aufs Boot. Zypern ist eine Insel und die will normalerweise umsegelt werden. Nur der Besuch des von der türkischen Armee besetzten nördlichen Teils von Zypern bleibt uns, mit der Yacht, streng untersagt. "Ihr könnt da schon hin segeln", räumt John Ioannou, der Chartermanager vor Ort, beim Briefing an Bord ein. "Aber dann würdet ihr ohne die Yacht zurück kommen!" Zugegeben, John ist auf die Türken gar nicht gut zu sprechen, denn ursprünglich kommt er aus Famagusta. "Meine Heimatstadt gleicht heute einem Geisterort!", versichert er. Während der türkischen Invasion musste er, wie so viele griechisch-stämmige Zyprioten, innerhalb von wenigen Stunden fliehen. Zunächst ging er nach London, wo sich seither eine große zypriotische Gemeinde gebildet hat. Dann kehrte er jedoch auf seine geliebte Insel zurück, vor allem, wie er sagt, wegen des Klimas.

Ein Revier voller Entdeckungen
Das können wir gut verstehen, als wir am zweiten Advent im T-Shirt in der Sonne sitzen und unseren Törn planen. Nach unserem Abstecher zum Cap Greco wollen wir jetzt nach Westen segeln, vorbei an dem Felsen, wo die Liebesgöttin Aphrodite, die "Schaumgeborene", angeblich einst dem Meer entstiegen ist. Einige Seemeilen dahinter lockt der bunte Fischereihafen von Pafos, bewacht von einem mittelalterlichen Fort und bestückt mit etlichen guten Fischrestaurants und Tavernen entlang der Pier.
Zypern - Foto: pixabay
Zypern - Foto: pixabay
Zypern - Foto: pixabay
Schildkrötenbucht
Ganz im Westen Zyperns lockt die geheimnisvolle Akamas-Halbinsel, die letzte große Wildnis der Insel, über Land kaum zugänglich. Hier sollen sich Aphrodite und Adonis geliebt haben und hier finden auch wir romantische Buchten zum Ankern während des Tages. Darunter zum Beispiel die Lara Bay mit der Schildkrötenstation: Hier können die Caretta-Caretta Seeschildkröten ungestört ihre Eier im Sand vergraben. Auch an anderen Orten lockt großartige Natur über und unter Wasser, denn dies ist auch eine wunderbare Gegend zum Tauchen und Schnorcheln.

Autor: August Raulf

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27/05/2011

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